Salsafestival OWL – Paderborn 2017

Einen guten Tag an meine Leserschaft und herzlich willkommen zu meinem Salsafestival OWL – Paderborn Bericht.

Bereits Ende letzten Jahres kamen in der Szene erste Gerüchte auf, nach denen sich Paderborn nun auch einmal an einem eigenen Festival versuchen wollte. Für mich stand fest, dass ich mir, nachdem ich länger keine Workshops mehr besucht hatte, das Rundum Sorglos Paket gönnen würde. So hatte ich bereits vor Monaten das Ticket erworben.

Nichts Geringeres als den Ahorn Sportpark hatten wir uns als Veranstaltungsort sichern können. Dort waren wir zwar nicht unter uns, aber es war wohl sehr unwahrscheinlich, dass wir den so voll bekommen, dass der Platz nicht reichte.

Gut gelaunt ging es am frühen Abend los. Den 1. Workshop des Festivals wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ganz Gentleman wird also meine Freundin vom Veranstalter mit einer dicken Umarmung begrüßt, während man mir mit dem Satz „Du kommst hier nicht rein“ mitteilte, dass man mich halt nicht dort haben wollte. Mein wahrscheinlich farbloses Gesicht und der drohende physische Zusammenbruch konnte die Leute aber doch noch umstimmen und ich erhielt das heiß begehrte „Access all Areas“ Farbband. Uff. Alles nur, weil ich bei der Datenkrake des Vertrauens ein paar Fragen gestellt hatte, die man eigentlich auch vorausschauend hätte beantworten können. Dazu ist Facebook schließlich da.

Hier also mal eben das, was von der Veranstalterriege als Zitat „finaler, Endfinaler, diesmal-auch-wirklich-ganz-finaler Workshopplan“ präsentiert wurde.

VOILÁ

Salsafestival OWL - Paderborn Workshopplan Salsafestival OWL - Paderborn Workshopplan

Wem das ganze Workshop Gedöns nicht interessiert kann auch direkt zur Party springen.

Salsafestival OWL – Paderborn: Die Workshops

Mit „Funny Bachata Leader Changes“ als Einstieg am Freitagabend konnte nun wenig falsch gemacht werden. Die Tatsache, dass der Kurs mit Christian und Martin von 2 Männern gegeben wurde, zeigte, dass man sich selbst nicht zu ernst nahm und so ging es an Bachata mit permanentem Führerwechsel. „Just for fun“ war das Motto. Die gute Laune (an der Kasse auf 97% abgesackt) war wieder auf 100% und ich war gespannt, wer sich nach einer Arbeitswoche alles so nach Paderborn verirren würde.

Zuerst würde ich aber gerne eben eine kleine Zusammenfassung der Kurse geben, die ich besucht hatte. Mit „Magna“ und „African Jet“ hatte man 2 Schwergewichte eingeladen. So war es mit der Ruhe schnell vorbei.

Salsafestival OWL – Paderborn: Salsa bei African Jet

Der Vormittag sollte den Gästen aus Italien gehören und mit einem knallrot (= Advanced) gefärbten „Salsa Styling in Partnerwork“ begann meine Workshop Saison 2017. Hier wurde eine etwas umfangreichere Figur gezeigt. Ich denke mal, es klappte. Mit einigen Erwartungen folgte die Fortsetzung gegen 12:45. Mit „Salsa Romantica“ rennt man bei mir bekanntlich offene Türen ein. Auch hier war für mich das Level angemessen und der Spaßfaktor kam nicht zu kurz.

Nach der Pause konnten sich die Besucher zwischen Men- und Lady Styling entscheiden, zu denen auch African Jet geladen hatte. Hier hatte ich mir dann doch etwas anderes vorgestellt und den Kurs vorzeitig abgebrochen. Diese Soloeinlagen waren noch nie mein Ding.

Meine Freundin wollte sich gerne den zweistündigen Vortrag über Salsa Musicality und Connection von Magna anhören. Ich hatte mich nur für die erste Stunde entschieden, da ich um 17:30 zur Rueda wollte. Immerhin war ihr Englisch (bei Amerikanern keine Selbstverständlichkeit) sehr gut zu verstehen und man konnte ihr gut folgen. Hier nun auf Einzelheiten einzugehen, würde den Rahmen sprengen.

Wie geplant ging es zur Rueda Stunde um 17:30 Uhr bei Nico Ritter, die wohl als reine Spaßveranstaltung bezeichnet werden dürfte. Das altehrwürdige Enschufla durfte herhalten, um die wildesten Varianten daraus zu machen. Viel gelacht haben wir. Die Stunde war schnell vorbei. Alles auf grün also.

Salsafestival OWL – Paderborn:
ChaCha bei Sebastian Mamborado

Am Sonntag hatten wir den ersten Workshop nicht mitgemacht, da uns das mit dem Ausschlafen wirklich wichtiger war. So trafen wir um 12:45 im Ahorn ein, um „Funny Bachata“ bei Chris & Noor mitzumachen. Also so Funny war das nun nicht. Es wurden ein paar Spaßbewegungen in den Bachata eingebaut. Hier lag der Teufel im Detail. Immerhin musste der Takt gehalten werden und nach den Einlagen musste man auch paarweise wieder in den normalen Grundschritt reinfinden.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Sebastian Mamborado, der keinen Hehl daraus machte, dass er seinen Kurs als Ergänzung zu dem Musicality Vortrag von Magna verstanden wissen wollte.

In der ersten Stunde ging es an mehrere Übungen, die nun mit Salsa wenig zu tun hatten. Führen mit geschlossenen Augen. Wahlloses im Saal herumgehen und irgendwelche Körperteile zu verschiedenen Instrumenten des Liedes zu bewegen, stand auf dem Programm. Im Anschluss hatte man uns ein kleines Video gezeigt, dass Magna mit Sebastian am Vorabend auf der Party zeigte. Dort wurde sehr anschaulich gemacht, welchen Sinn und Zweck die „Nacht der lebenden Toten“ Übung in dem Saal hatte.

Im zweiten Kurs war Cha-Cha angesagt und man kann sagen, dass die beiden Kurse aufeinander aufbauten. Die Figur war nun nicht gerade besonders anspruchsvoll, aber ich sprang am Anfang einfach mal über meinen Schatten und beichtete Sebastian, dass ich seit Menschengedenken Probleme hatte, in den Takt zu kommen. Hier die Lösung meiner, seit 15 Jahren bestehenden, Sorgen: Cha-Cha wird auf 2 getanzt. Öhhm .. Nun ja .. Also nach Cha-Cha links zurück und dann klappte das schon. Danach wurden wir angehalten, die Lehren aus dem ersten Kurs in den zweiten zu übertragen. Cha-Cha wurde hier also Mittel zum Zweck.

Als Fazit blieb:

  • Ja, es sah lächerlich aus.
  • Ja, es hat viel gebracht.
  • Ja, ich empfehle jedem, derartige Kurse ab und an mal zu besuchen.
Salsafestival OWL – Paderborn: Die Partys

Als Partylokal hatte sich die Gaststätte die Ehre gegeben, die in regelmäßigen Abständen für die Salsa Pasión als Partyraum zur Verfügung steht. Ich bin dort nicht so regelmäßig, dass ich den Open Air Bereich schon einmal in Aktion erlebt hätte. Das alles sollte sich dieses Wochenende ändern. Aber alles schön der Reihe nach.

3 Tanzflächen (zzgl. Open Air) wurden uns gegönnt. Bachata – Kizomba und halt eben Salsa im Vorraum. Die Garderobenpreise waren inzwischen auf 1,5 € angestiegen dafür verdiente die Sache mit den Getränken einen eigenen Absatz.

Für 8 Euro konnte ein nicht sehr schönes, aber extrem nützliches Armband erworben werden. Mit diesem Armband konnte man sich während der gesamten Party Wasser beim freundlichen Barpersonal besorgen. Cool oder? Also ich denke das sollte Schule machen. Ich hoffe nur, dass da nicht einige Zeitgenossen auf die Idee kamen, das auszunutzen.

Salsafestival OWL - Party

In Sachen DJ und „Wer spielt was“ hatte ich bereits am Freitag den Überblick komplett verloren. Beim Salsa wurde eifrig gewechselt, was der Musikvielfalt sehr gut bekam. Beim Kizomba schaute ich ein paar Mal um die Ecke und hatte dabei jeden Blickkontakt vermieden. Das was da passiert wäre, wenn ich aufgefordert worden wäre, mag ich mir nicht ausmalen.

Das Lokal war, man darf es so sagen, gemütlich. Einige wenige Sitzplätze waren aufgebaut. Die Tanzfläche war ein wenig gebogen, wo man sich schon ein wenig dran gewöhnen musste. Immerhin musste der „normale“ Durchgangsverkehr ja auch noch irgendwie an uns vorbeikommen.

In den Mittagsstunden wurde vom Ahorn zu wirklich fairen Preisen ein kleines Mittagessen angeboten. Hier hatten wir uns allerdings mit einem sehr gut gefüllten Kühlschrank vorgesorgt und mochten uns an das Ahorn-Angebot nicht so recht heranwagen. Vielleicht hätte man das auch einmal in einem Nebensatz in der Werbung erwähnen können. Hotelempfehlungen wurden gemacht.

Während der Workshops konnten sich die Tanzbegeisterten im Open Air Bereich ein wenig vergnügen, sodass eigentlich den ganzen Tag über das Tanzbein geschwungen werden konnte. Wir haben sowohl am Freitag als auch am Samstag bis kurz vor Ende durchgehalten.

Am Sonntag sollte das waschechte „Urlaubs – Open Air – leider fehlt der Pool – Feeling“ aufkommen. Die Tanzfläche draußen und drinnen war geöffnet, wobei das „Innen“ aber niemanden sonderlich interessierte.

Die Unermüdlichen, die sich auch den Sonntag nicht nehmen lassen wollten, hatten sich pünktlich gegen 18:00 am Ahorn eingefunden und bis ca. 22 Uhr die leider sehr kizombalastigen Hüften geschwungen. Immerhin konnte ich die Salsa Lieder, die gespielt wurden noch mitnehmen und machte mich dann gegen 21:30 auf den Heimweg nach Münster.

Salsafestival OWL – Paderborn: Fazit

Unter dem Strich, hatte man sich keine Blöße gegeben und es blieb zu hoffen, dass wir nächstes Jahr eine Wiederholung erleben dürfen. Die Premiere lief recht genau zwischen familiär und neue Bekanntschaften schließen und ich würde wohl sehr gerne ein zweites Mal teilnehmen.

Kleinigkeiten bei der Durchführung dürften von dem Veranstalterteam, das teilweise doch auf einige Jahre Erfahrung zurückblicken kann, überarbeitet werden und ich verbleibe mit einem

  • Danke an Heinz Nixdorf – Erbauer vom Ahorn Sportpark.
  • Danke an den Sportpark, der seine doch sehr edlen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.
  • Danke an die Gruppe um Salsalvation und Salsa Pasión für die Organisation
  • Danke an meine Leserschaft, die es bis hierhin geschafft hat

Der letzte Dank ist mit der Bitte verbunden den „Teilen auf …“ unter dem Artikel eifrig zu nutzen. Ganz alleine bekomme ich das mit der Eigenwerbung nicht hin.

Gruß aus Münster. Ralf