BailamOS in Osnabrück – Mambolatinjazz

Einen guten Tag an meine Leserschaft und Willkommen zu meinem Bericht von der Zweitauflage der BailamOS in Osnabrück.

BailamOS in Osnabrück: Die Anreise

Sehr schnell hatte ich in Münster 4 Abenteuerlustige gefunden, die sich mit mir in das niedersächsische Grenzgebiet begeben wollten, um sich mal anzusehen, was das Team um Mambolatinjazz so auf die Beine gestellt hat.

Das Einsammeln der Mitfahrer in der Münsteraner Innenstadt lief ja noch recht reibungslos. Die Bitte eine 4. Person bei einem P&R in Greven abzuholen, wurde zwar mit JA beantwortet, allerdings stieß die Tatsache, dass Laternen und Straßenschilder dort nicht flächendeckend eingesetzt wurden, doch auf einige Probleme. Immerhin funktionierte Whatsapp, so dass nun auch deren Tocherfirma Facebook weiß, auf was für Parkplätzen sich Grevener Salseras so herumtreiben. Also wer auf die Idee gekommen ist, mitten in irgendwelchen landwirtschaftlichen Nutzflächen einen P&R zu errichten, darf als weltfremd bezeichnet werden.

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Lange Rede kurzer Sinn.

Unser Zeitplan wurde gehörig durcheinander geschüttelt und so trafen wir gegen 22:30 Uhr beim Bluenote in Osnabrück ein. Alle in der Partywerbung gemachten Versprechen wurden eingelöst. Das benachbarte Kino bot mit einem Parkhaus Parkmöglichkeiten direkt nebenan. Meine Nachfrage in dem Kino, ob das die ganze Nacht geöffnet hat (Ich hatte zu dem Thema in Wuppertal so meine Erfahrungen gesammelt) wurde mit JA beantwortet und so ging es nach einem Kaffee im Kino in das BlueNote, wo dank der vorher stattgefundenen Workshops bereits eine stattliche Anzahl an Salsa Begeisterten anwesend war.

An der Garderobe kam man nicht vorbei und hier wurden ausgiebige Diskussionen geführt, was denn nun so gerade noch als Handgepäck durchgeht. Liebe Leserschaft. Ich darf beruflich Gefahrgut Unterlagen für Luftfrachten unterschreiben und bin der Meinung, dass an Flughafen Terminals weniger diskutiert wird. wp-monalisa iconMir ist vor Jahren mal in Hannover der Rucksack gestohlen worden und ich kann nur sagen: Zahlt den Euro und gut ist. Krumme Vögel gibt es leider auch in der Salsaszene.

BailamOS in Osnabrück: Das Lokal

Ich fange mal mit den Sanitärräumen an, wo sich die Architekten eine bemerkenswerte Konstruktion haben einfallen lassen. Da gab es also die Handtuchspender, die per Infrarot bedient wurden. Die sind dort  taktisch günstig angebracht worden. Beim Händewaschen bewegt man ja die Ellenbogen. Nun wurde mit jeder Bewegung des linken Armes der Kontakt betätigt. Dadurch, dass man nur alle paar Sekunden den Kontakt auslösen konnte, hatte man dann, ohne etwas dafür getan zu haben, 3 oder 4 frische Handtücher, die man nutzen konnte. Klasse Erfindung – Sollte Schule machen.

BailamOS in Osnabrück

Eine sehr große Tanzfläche wurde geboten – Parkettboden, der aber nicht auf spiegelblank poliert war. Eine recht ausgiebige Theke war vorhanden und man kann sagen, dass das Personal hinter der Theke dem Ansturm gewachsen war. Eine kleine Speisekarte lag aus. Hier muss allerdings fairerweise gesagt werden, dass da Knoblauch eine große Rolle gespielt hat. Es las sich alles sehr gut, was da so stand, aber das sollte man vor eine Salsaparty im wahrsten Sinne des Wortes mit Vorsicht genießen.

Den Vogel abgeschossen hat das DJ Pult. Rechts und links wurden die Herren an den Reglern mit Palmen (!!!) geschmückt. Ein kleiner Anfall von Lokalpatriotismus sei mir an dieser Stelle gegönnt: Beide kamen aus Münster. Wir wurden den Abend über mit zahlreichen Salsastücken (bei denen auch das cubanische Publikum ausreichend versorgt wurde), Bachata und einigen wenigen Cha Cha Liedern versorgt. Bei der Geschwindigkeit der Linienlieder wurde sich zurückgehalten.

BailamOS in Osnabrück: Totale Eskalation

Die Phrase „Langsam geraten die Dinge außer Kontrolle“ dürfte bei der Rueda angebracht sein, bei der sich direkt 2 Kreise gebildet haben. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass da auch 2 Workshops unmittelbar vor der Party stattgefundenen haben. Schade … Da hätte ich Interesse dran gehabt und meine Mitfahrer hätte ich sicherlich überreden können. Mit einer kleinen Werbeunterbrechung für kommende Parties, die von Mary (Mambolatinjazz) gegeben wurde, begann der Showblock.

BailamOS in Osnabrück: Die Shows

 

Den Anfang machte Leslie aus Ghana mit einer ca. 5-minütigen Soloshow. Dass zu derartigen Darbietungen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein gehört habe ich hier im Blog mehrfach erwähnt.

BailamOS in Osnabrück

Einen weiteren dicken Pluspunkt gibt es dafür, dass er sich in den Klamotten in die Öffentlichkeit gewagt hat.  Er wurde mit dickem Applaus verabschiedet bevor es zu einer, bis ins Detail geplanten, Show von Kim und Alex kam. Nicht ohne Stolz wurde darauf hingewiesen, dass die beiden bei der TV Show „Got to dance“ den Stil „SALSA“ repräsentieren durften. Großartige Beschreibungen spare ich mir mal und füge hier 2 Fotos ein.

BailamOS in Osnabrück

Neben den Figuren musste das auch in Sachen „Körperliche Fitness“ gestemmt werden. Hierfür die verdienten 5 Sterne. Da wurde gedreht und herumgewirbelt was die Schuhe hergaben und wir haben sie unter langem Applaus von der Tanzfläche gelassen.

BailamOS in Osnabrück

Gegen 2:30 war dann auch für uns die Heimreise angesagt. Das Thema mit dem P&R auf dem Rückweg morgens um 4 spare ich mir mal. Nur soviel: Unsere Mitfahrerin hatte uns gebeten zu warten, bis sie den Motor angestellt hat und mit uns vom Hof fahren kann. Man man man …

Na ja … wie dem auch sei.  Wie üblich auch von dieser Party wieder ein kleines :

BailamOS in Osnabrück: Fazit

Ein Satz für die Oberlehrernummer sei mit gegönnt: Man hätte im Vorfeld darauf hinweisen können, das Besucher des BlueNote zu den Leuten gehören denen im Parkhaus ein Rabatt gewährt wird. So hat uns die (allerdings hervorragende) Parkmöglichkeit 7.5 € gekostet und das hätte nun wirklich nicht sein müssen.

Zur Party selber gibt es wohl wenig, was zu beanstanden wäre. Unsere beiden Djs haben alles gegeben. Die Musikauswahl dürfte wohl alle zufriedengestellt haben. Ein großes Lob dafür, dass der Boden zwar mit Parkett belegt war, aber nicht spiegelblank poliert wurde.

Das BlueNote braucht sich hinter den großen Veranstaltungsorten gewiss nicht zu verstecken und Besucherzahlen wie wir sie erlebt haben sollte für genug Abwechslung auf der Tanzfläche sorgen.

Vor mir ein „Wir sehen uns wieder“ an Mary und Ariel von Mambolatinjazz. Ich weiß sie lesen hier mit. 

Eine angenehme Arbeitswoche an euch alle. Wir sehen uns wieder und ich verbleibe mit einem

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