1. Limburg Salsa Congress

Willkommen zu meinem „1. Limburg Salsa Congress“ Bericht und einen guten Tag an meine Leserschaft.

Nach all den Jahren eine Premiere in der Salsahistorie. Ich, DER Festivalmuffel schlechthin, hat sich zusammen mit DJ Dave in das ca. 250 Kilometer entfernte Genk in Belgien aufgemacht und somit das erste Mal ein Festival im Ausland besucht. Ich hoffe mal einfach,dass die Radarfallenodyssee auf der Landstraße der belgischen Staatskasse keine unverhofften Überweisungen aus „Duitsland“beschert. Die Starrenkästen stehen dort auf der linken Straßenseite und das macht die Sache nicht einfacher. Hoffentlich habe ich da Glück gehabt.

Wir mussten recht früh dort eintreffen,da es nun einmal noch Organisatorisches zu erledigen gab. Bereits gegen 19 Uhr konnten wir uns noch einen Parkplatz aussuchen und somit standen wir direkt vor der mit einem roten Teppich geschmückten Festhalle in Genk. Man gab mir dann ein Armband in etwas gewöhnungsbedürftigem Lila auf dem der Ehrfurcht einflößende Schriftzug ARTIST aufgedruckt war. Mit dem Armband kam ich dann weit bevor der 1. Gast anwesend war in den Proberaum in dem die Showgruppen noch ohne Kostüme ihre Auftritte geprobt haben. Solche Dinge erlebt man natürlich nicht auf jeder Party und ich habe mein „access all areas“Armband in vollen Zügen genossen.

1. Limburg Salsa Congress

Das DJ Pult war am Rande des Saales aufgebaut und die mehrfarbige Neonbeleuchtung ließbei mir spontan Erinnerungen an den 60iger Jahre Klassiker „Flucht ins 23. Jahrhundert“aufkommen. Etwas unglücklich waren für meinen Geschmack die Boxen angebracht. 2 große Türme rechts und links des DJs waren für den großen Saal einfach zu wenig. Aber sei es drum. Das Festival hat zum 1. Mal stattgefunden und auch in Belgien kocht man nur mit Wasser. Mit der Sprache war es so eine Sache. Zwar war es nach einiger Zeit recht einfach sich in das flämische reinzuhören,die Sprache zu sprechen war natürlich unmöglich. Ich habe mich einfach mal entschlossen meine Englischkenntnisse zum Besten zu geben.

In dem Ballsaal waren Stühle aufgebaut,die einen Kreis um die Tanzfläche gebildet haben. Offensichtlich wollte man den Abend wohl mit den Shows beginnen. Ich habe es mir dann einfach mal auf einem der Stühle bequem gemacht und gewartet was denn so passieren würde. Na ja andere Länder andere Sitten. Fast eine geschlagene Stunde saßich dort mit den etwa 50 Leuten die anwesend waren und es wollte einfach nicht beginnen. Nun war mir der Gedanke der 1. auf der Tanzfläche zu sein auch nicht so geheuer zumal ich den Tanz mit einer mir völlig fremden Partnerin hätte bestreiten müssen.

1. Limburg Salsa Congress

Irgendwann war der Saal zwar nicht voll aber gut gefüllt. Irgendwie kamen alle Leute auf einmal und begannen spontan sich auf der Tanzfläche auszutoben. Die beiden DJs teilten sich den Job brüderlich und ich musste langsam mal damit beginnen womit ich auch im 8. Salsajahr noch so meine Problemchen habe. „Fremde Frauen anquatschen“. Na ja was soll schiefgehen?Ich kannte dort niemanden und ich habe mein Glück einfach mal bei einer Schwarzen versucht,die einige Plätze neben mir saß. Die sagte mir dann aber,dass sie zu den Showgruppen gehören würde und vor dem Auftritt nicht auf die Tanzfläche dürfte. Sagte ich es schon?“Andere Länder andere Sitten“Um es auf den Punkt zu bringen. Bei der einen Absage sollte es bleiben und ich habe mich da wie alle anderen quer durch den Saal gesalsert. NICHT EINEN EINZIGEN WEITEREN Korb hat es gegeben. Etwas ungewohnt war es allerdings,dass die Frauen immer nur für einen Tanz bei einem Partner geblieben sind. Das scheint dort so üblich zu sein und nach jedem Lied war der große Wechsel angesagt. Auch wäre mir nicht eine Frau aufgefallen die selber aufgefordert hat. Also meine Herren:Es ist die alte Schule gefragt wenn es euch mal nach Belgien verschlagen sollte …

1. Limburg Salsa Congress

Gegen Mitternacht stand dann eine Frau von der Veranstalterriege vor dem DJ Pult und kündigte in sehr gutem Englisch den Showblock an,der sich fast eine halbe Stunde hinziehen sollte. 2 Gruppen sind mir besonders aufgefallen. Zum einen waren da 2 Männer,die als Stan und Laurel einen Slapstick Salsa auf die Tanzfläche gebracht haben. Die waren einfach nur lustig. Als 2. Höhepunkt war eine Rueda angesagt,die aber nicht zu Salsa,sondern zu Bachata getanzt wurde. Das war im Positiven ein Starkes Stück und muss erst einmal einstudiert werden. Nach den Shows wurden wir gebeten eben die Stühle mit einzusammeln damit die Tanzfläche in voller Größe genutzt werden konnte. Gerne hätte ich euch an dieser Stelle einige Fotos von den Auftritten gezeigt,aber meine Versuche sind dermaßen unterbelichtet,dass ich euch das nicht zumuten möchte. Vielleicht ´klaue´ich da später noch bei den Veranstaltern.

1. Limburg Salsa Congress: Fazit

25 Euro Eintritt waren für die Besucher angesagt,die nicht das Glück hatten auf der Gästeliste zu stehen:-) was sich für mich am Rande der Schmerzgrenze bewegt hätte. Die Auftritte der Showgruppen waren durch die Bank sehenswert und dürften den recht hohen Eintritt relativieren. Bewertungen zu den beiden DJs spare ich mir mal,da ich Dank sehr gesunden Auswahl auf der Tanzfläche jeden Ãœberblick verloren hatte wer wann Musik aufgelegt hat. Die Tatsache,dass wir erst gegen 6 Uhr morgens weder frisch noch munter wieder in Münster waren spricht wohl für sich. So eine Stimmung auf einer Party habe ich bisher selten erlebt und ich werde den Termin für 2010 mal im Auge behalten. Es war einfach ein klasse Abend in Genk und ich bin auf jeden Fall gerne wieder dabei.

Auf diesem Wege einenSignatur