2. Port of Salsa Party Münster
Das fängt Ja(hr) gut an …Ich hatte mir im Vorfeld schon
wieder meine Radtour zum Münsteraner Hafen zurechtgelegt
als es einige Stunden vor dem Partybeginn dermaßen an zu
schneien fing dass ich meinen Wagen bereits in den Mittagsstunden
aus der Tiefgarage geholt habe. Die verschneite Garagenauffahrt
ist immer so eine Sache für sich und ich wollte halt auf
Nummer sicher gehen.
Da im EsCape normaler Restaurantbetrieb herrschte begann
das Salsaprogramm erst gegen 23:00 Uhr. Der aus dem Ruhrgebiet
gebuchte DJ hatte witterungsbedingt abgesagt so dass DJ-Dave
den Job alleine erledigen musste. Ich ging ohne große Erwartungen
in das EsCape. Immerhin war ich davon ausgegangen, dass
sich nur wenige Gäste durch den bedrohliche ansteigenden
Schneepegel zur Party warten würden und ich sah mich schon
2 Stunden im Smalltalk mit dem harten Kern der Szene. Fragt
mich bitte nicht wie die Leute es durch den Schnee geschafft
haben aber um 23:15 war das EsCape sehr gut gefüllt und
die Party konnte ihren Gang nehmen. Einige Gäste, die man
eher selten außerhalb ihrer Stammlokale am Bült oder der
Kanalstraße antrifft hatten den Weg an den Stadthafen gefunden.
Ich halte das für eine sehr erfreuliche Entwicklung, die
wohl nicht ausschließlich einer tanz- und partylosen Weihnachtswoche
zu verdanken war.
Es mag ja an ihren Wurzeln als Seefahrernation liegen,
dass sie einfach bei jedem Wetter erledigen was getan werden
muss aber was unsere niederländischen Nachbarn bei dem Wetter
nach Münster geführt hat bleibt deren Geheimnis. Sie waren
tatsächlich DA !!! So füllte sich die Lokalität innerhalb
von Minuten und die Tanzfläche die uns geboten wurde war
den Abend über sehr gut gefüllt. Meine persönliche Überraschung
war, dass ich eine Aufforderung zum Bachata erhalten habe.
Also das das mal passieren würde.
Meine Mitternachtszigarre wurde zu einer argentinisch-russisch-deutschen
Co Produktion und wir standen im sehr starken Schneefall
vor dem EsCape und waren am Rauchen. Immerhin waren wir
in Sachen Kleidung entsprechend ausgestattet, so dass es
sogar irgendwie gemütlich wurde. Den Kanal im dicken Schneefall
ist ja auch ein Anblick den man nicht alle Tage bekommt.
Eine Bitte an das EsCape Personal für die nächste Party.
Die Gesetzgebung mit dem Rauchverbot in öffentlichen Räumen
verdient Unterstützung und sollte eingehalten werden. Dazu
gehört allerdings auch, dass wir draußen einen Aschenbecher
haben und nicht gezwungen sind die Kippen auf dem Boden
zu werfen. Für den Zigarrenstummel an dieser Stelle also
mein Geständnis „Den habe ich dorthin geworfen“
Musikalisch wurde feinster NY-Style Salsa geboten. Stücke
wie „Sin Voluntad“ von Salsagroßen wie Gilberto Santa Rosa
ins Mikro geschmachtet machten uns auf der Tanzfläche buchstäblich
willenlos und auch die völlig fremden Frauen konnten dank
angenehmer Taktvorgabe mit ruhigem Gewissen aufgefordert
werden. Eine Bitte an die ein oder andere Dame … Bitte bitte
bleibt doch etwas näher bei eurem Partner. Wir haben uns
extra für euch mit edelstem Wässerchen eingedüst und ihr
werdet merken, dass das wirklich mehr Spaß macht wenn man
nicht bei jedem Takt eine Strecke von 2-3 Metern zurücklegen
muß. Irgendwann kommt auch die größte Tanzfläche an ihre
Grenzen
Fazit :
Dies war also die 2. Port of Salsa und es ist gegenüber
zur Premiere eindeutig eine Steigerung festzustellen. Mit
den Besucherzahlen bei den Witterungsverhältnissen hatten
wohl nicht einmal die Veranstalter ihn ihren kühnsten Träumen
gerechnet. Besonderer Respekt geht hierbei an Remscheid,
Düsseldorf, Dortmund und den Niederlanden die Anreisewege
in Kauf genommen haben die nur wahren Salsaholics zuzumuten
sind. Was mich angeht … Ich habe mir fest vorgenommen beim
nächsten Mal im EsCape zu Abend zu essen. Das sah alles
sehr gut aus was da auf den Tellern lag
Dann schauen wir mal was das Jahr uns bringen wird.
Bis dann Ralf