Auf diesem Wege eine frohes Neues an die Salsagemeinde.
Ich bin während der Festtage durch den damit verbundenen
Freizeitstress nicht dazu gekommen mich nach jeder Party
ausführlich zu melden, so dass ich entschieden und beschlossen
habe hier einen kleinen Tourneebericht aufzulegen. JAWOLLLL
– Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk also starte ich
mal ganz unbescheiden und poetisch
Von Flensburg bis zum schwarzen Meer tanzen wir im Nahverkehr
…
18.12 Der Wichtelabend in der Villa
Rico ….
Los ging es am 18.12 wo man zu einem kleinen Wichtelabend
geladen hatte. Die Villa Rico hier in Münster sollte der
Austragungsort sein und das Wetter (darauf komme ich noch
häufiger zu sprechen) machte die Sache zum Abenteuer für
sich. Nachdem ich mich aus der Tiefgarage gefegt und gestreut
hatte und der Schneefall einfach nicht aufhören wollte ging
es mit dem Wagen zum anderen Ende der Stadt. An der Villa
Rico angekommen und mit einem kleinen Wichtelgeschenk ausgestattet
ging es in die Lokalität. Mit meiner Kleidung (auch dazu
später mehr) hatte ich gründlich auf das falsche Pferd gesetzt
und zwischen all den Anzügen, Krawatten und Abendkleider
war ich also der Typ mit der Jeans und dem grün/schwarzen
Harley-Davidson Hemd.
Die ganze Party lief schon in der Werbung unter dem Motto
„klein aber fein“ und man war bemüht einen kostengünstigen
Abend zu bieten. Der Eintritt war offiziell umsonst, allerdings
konnten das hungrige Salsavolk für 12,50 € (in Worten Zwölf-Euro-Fünfzig
!!!) das Büffet unsicher machen. Hier hatte man sich wirklich
Mühe gegeben und das klassische gutbürgerliche Menü aufgefahren.
Gratin, Schnitzel, Salate… Was man halt so braucht um für
die Nacht gerüstet zu sein. Meinen Vorsatz den Alkohol ´links
liegen´ zu lassen halte ich nunmehr seit 2,5 Jahren durch
und meine Frage in welchen Gerichten die ein oder andere
Krawallbrause verwendet wurde, wurde sehr geduldig beantwortet.
Bei dem Wein in dem Braten war mir das egal. Den konnte
ich liegen lassen. Aber warum mussten diese Kunstbanausen
Rum in den Nachtisch kippen ? Das war sehr sehr schade ….
Bei der Wichtelei fiel doch der stark der Unterschied zwischen
den Geschlechtern auf. Während die Damen das ganze wohl
für den SSV/WSV Wühltisch gehalten haben gingen wir Herren
doch recht kultiviert zu Sache. Wie dem auch sei. Eine Nikolausmütze
mit Spekulatius gefüllt war für mich dabei und der 1. Tanz
sollte mit der Wichtelpartnerin ablaufen. WARUM BITTE WURDE
DER ZUM BACHATA getanzt ???? Vorteil der ganzen Aktion war
natürlich, dass sich wildfremde Leute näher kamen und die
Tanzfläche innerhalb weniger Sekunden gefüllt war.
Ein großes Dankeschön an die mitunter festivalerprobten
DJs des Abends, die ihren Job ehrenamtlich und somit ohne
Bezahlung erledigt haben. Lediglich ein kleines Trinkgeldsparschwein
wurde herumgereicht wo jeder einen kleinen Obolus leisten
konnte. Bei mir ging es dann recht früh nach hause da ich
noch eine Erkältung auszukurieren hatte und für den 25.12
in Düsseldorf auf jeden Fall fitt sein wollte. Die Veranstalter
planen den Wichtelabend wohl nächstes Jahr wieder. Als Einstimmung
für die kommenden Festtage war der Abend sicherlich eine
angenehme Einleitung und man darf sich schon auf den 16.
Januar 2010 freuen wenn die Villa Rico zur großen Wintergala
einlädt.
25. Dezember : Löwenburg Düsseldorf

Um das Wesentliche gleich vorweg zu nehmen. Meine Erkältung
war nicht auskuriert und ich hatte auf der Tanzfläche das
ein oder andere Mal mit Schwindelanfällen zu kämpfen. In
der Löwenburg war ich zuvor noch nie gewesen obwohl dort
einmal im Monat eine Salsa Party stattfindet. Die Lokalität
beherbergt unter der Woche eine ´normale´ Tanzschule und
somit paradiesische Voraussetzungen für das Salsavolk. Ich
hatte den DJ des Abends bei mir und dadurch dauerte die
Nacht länger als ich mir gewünscht hatte. Na ja, auf diese
Art hatte ich die Löwenburg mal kennen gelernt und werde
mich dort garantiert nochmals blicken lassen. Dann auch
gerne mal mit einem ausführlichen Bericht von der Party.
Ich war einfach nur froh als es endlich Richtung Heimat
und somit Richtung Bettruhe ging.
31. Dezember : Sylvester im Cafe
Ada – Wuppertal

Wer nun meint, dass 130 km über die A43 einfach so zu machen
sind wurde hier eines Besseren belehrt. Das war keine Fahrt
durch NRW sondern eine kräftezehrende Reise durch 2 Klimazonen.
Hier wurde Salsero und Maschine alles abverlangt und mein
Wägelchen aus dem Land der aufgehenden Sonne musste den
winterlichen Naturgewalten strotzen. Während in Münster
eine geschlossene Schneedecke und massiver Einsatz von Streu-
und Räumfahrzeugen das Schlimmste verhindert haben war Wuppertal
komplett schneefrei und konnte am frühen Abend noch mit
deutlichen Plus-Temperaturen punkten. Sachen gibt es.
Ich hatte vor Ort nicht damit gerechnet, dass das Büffet
dermaßen pünktlich eröffnet wurde und so kam ich mit deutlicher
Verspätung im ADA an. An dieser Stelle mal ein kleiner Abstecher
zu Charles Darwin. Der hat ja vor 100 Jahren schon bewiesen,
dass die Evolution durch das „Lernen am Erfolg“ geprägt
war. Nach meinen Erfahrungen von dem Wichtelabend in der
Villa Rico lief ich also in kompletter Garnitur – Schnuckelig
im Ada auf. Jackett und Krawatte um wenigstens beim Speisen
nicht zu sehr aufzufallen. Und was soll ich sagen ? Als
ich dort ankam war das Essen bereits gelaufen und eine stattliche
Anzahl Gäste war auf der Tanzfläche damit beschäftigt die
Festtagspfunde abzutanzen. Ich hatte in Münster noch den
Veranstaltern des Salsa-Deluxe Festivals versprochen einen
Werbebanner aufzubauen und so ging es also mit knurrendem
Magen und entsprechender Laune daran die Werbetafel zu errichten.
Geübte Zeitgenossen schaffen das alleine in wenigen Sekunden
und ich danke an dieser Stelle Aziz und Uschi für ihre freundliche
Hilfe. Nach ca. 5 Min Kampfeinsatz von 3 Leuten stand das
Ungetüm im Eingang herum und ich konnte mich nun endlich
mal über das Büffet hermachen. Das hatte im nachhinein einen
gewaltigen Vorteil. Wenn man alleine am Büffet steht schaut
niemand zu wie voll man sich den Teller packt und so konnte
ich nach 2 Stunden Fahren auf Glatteis und Banneraufbau
unter dem Gelächter des halben ADAs ein ausgiebiges Frustfressen
veranstalten.
Wenn hier irgendjemand meiner Leserschaft in die Betriebsgeheimnisse
des ADAs eingeweiht ist möge er sich bitte bei mir melden.
Die Humus-Creme war mal wieder hitverdächtig und ich würde
mich wirklich freuen wenn ich die zu hause mal selber machen
könnte. „Gewusst wie“ lautet das Motto.
An den Reglern haben sich Mano und Aziz abgewechselt und
so wurde zwischen Mambo und Salsa-Romantica ein recht breitet
Programm geboten. Recht viele Bachata wurde zwischen den
Salsa Liedern gespielt. Dank passender Partnerin habe ich
die Schmieg-Dich-An-Mich-Liedchen fast alle mitgenommen
und so nahm die Party halt ihren Lauf.
Offizielle Zahlen berichten von über 200 Gästen, die sich
u.a. aus den Niederlanden, Hamburg, Osnabrück, Bielefeld,
Bonn, Dortmund, Wuppertal und Düsseldorf in das ADA begeben
hatten. Um es auf den Punkt zu bringen : Ich hatte einiges
zu tun um Mitternacht bis ich mit meinem mit Sprudel gefüllten
Sektkelch mit allen angestoßen hatte. Bei der Gelegenheit
habe ich mir dann auch gleich meine Zigarre angezündet bevor
es dann gegen halb drei Richtung Heimat ging.
Zu dem ADA spare ich mir mal ein großartiges Fazit. Dort
bin ich oft und immer wieder gerne. Tja liebe Leserschaft.
Das waren also meine Festtage und ich hoffe mal wir sehen
uns auf einer der Januar Parties in Münster oder Bochum.
Gruß aus Münster
Ralf