Ein kleines Déjà-vu überkam uns auf der Hinfahrt am Himmel,
der uns in immer bedrohlicheren Farben ein Unwetter ankündigen
sollte. Aber auch bei Petrus wird nicht alles so heiß gegessen
wie es gekocht wird, denn der Regen reichte gerade aus um
uns die Open Air Tanzfläche so nass zu machen, dass sie
während des Abends nicht zu nutzen war. Genau wie letztes
Jahr
WAT NE PLEITE !!!
Am Anlegesteg angekommen überraschte, dass weite Teile
der Salsabegeisterten sich an das Motto des abends gehalten
hatten und in komplett weißer Kleidung erschienen waren. Bei den Damen
hatten die Sonnenstrahlen der vergangen Wochen bereits sichtlich
Wirkung gezeigt, so dass braun und weiß doch einige ansehnliche
Anblicke ..... na ja lassen wir das. Ich war ja nicht zum
gucken da :-)
Leider fing es zu dem Zeitpunkt an dem wir das Boot hätten
betreten können dermaßen an zu schütten, dass es einige
Gäste vorgezogen haben erst einmal außerhalb des Bootes
zu warten bis das Schlimmste vorbei war. Frisch nach dem
Motto : "Wir sind nicht zum Spaß hier" ertönten
die ersten Salsaklänge an Bord und die ganz Mutigen konnten
bereits das erste Tänzchen wagen. Na ja, Münster hat sich
gleich mit mehreren PKW Besatzungen die Ehre gegeben. Paderborn
und Bielefeld wollten auch nicht außen vor bleiben. Lediglich
Wuppertal hat wohl lieber die lokale Party zu Hause besucht
und war gar nicht vertreten. Einen gewissen Bekanntheitsgrad
habe ich mir ja im Laufe der Jahre ertanzt, so dass ich
die ersten paar Lieder mit mir bekannten Salseras in Angriff
nehmen konnte. Liebe Veranstalter. Die PALMEN !!! auf der
Tanzfläche waren zwar sicherlich ein netter Blickfang aber
leider waren auch meine diversen Partnerinnen häufiger mal
in den Blättern verfangen. Die Palmen selber waren ja OK
aber bitte nächstes Jahr etwas abseits und wir können dann
die Tanzfläche in voller Größe genießen.
Gegen 20 Uhr begrüßte uns dann mit Kader ein Mitglied
der Veranstalter-Riege. Nachdem er dann alle Städte die
so auf dem Boot versammelt waren abgeklappert hatte und
die Gröhlerei der Gäste gezeigt hatte dass Münster EINDEUTIG
!! den größten Personenkreis an Bord hatte, ging es dann
weiter mit einem sehr feinen Zug : Er teilte uns mit, dass
es auf der Autobahn einen Unfall mit Stau gegeben hat und
dass man gegen 21 Uhr nochmals angelegen würde um die Stau-Salseros
aufzunehmen. Solche Aktionen steigern den Gemeinschaftssinn
der Szene und sind wohl uneingeschränkt zu begrüßen. SAUBER.
Bei einigen ging dann auch direkt das SMS tippen los. Überraschend
war die große Anzahl der Gäste, die wohl noch nie Salsa
getanzt hatten und somit den Schnupperkurs im wahrsten Sinne
des Wortes für die ersten Schritte genutzt haben. Der Kurs
fand auf einer eigenen Tanzfläche im oberen Teil des Bootes
statt in dem sich leider auch die Hitze gestaut hat. Ich
hatte zwar die Ohren offen gehalten ob noch ein Mann gebraucht
wird aber irgendwie schien der Kurs aufzugehen. So habe
ich mir dann die erste Zigarre des Abends gegönnt und wie
schon im Vorjahr den Vorteil des Regenschauers genossen.
Also der Sonnenuntergang in den Gewitterwolken über den
Bergen um den Möhnesee herum kann nur mit einem Wort beschrieben
werden : Naturschauspiel.
Der Kurs wurde auch von Kader gegeben, der seine Animateur
Fähigkeiten ein weiteres Mal unter Beweis stellen durfte.
Wer sonst darf seine Partnerin ungestraft als Sportgerät
bezeichnen .....(Bitte beachten :-))))) ) Innerhalb des
Kurses wurden mehrfach die Partner getauscht so dass am
Ende des Kurses jeder mal mit jeder getanzt hat. SO WERDEN
NEUE BEKANNTSCHAFTEN gebildet liebe Leserschaft.
Während oben die in den Kursen geschnuppert wurde was das
Zeug hält wurde die Stimmung unten gelöster. Die Tatsache,
dass nicht alle Anwesenden wegen Salsa auf dem Boot war
hat beim Auffordern doch für die ein oder andere Absage
gesorgt. Leider nicht zu ändern. Oben war ein Raum mit Liegen
eingerichtet auf dem man sich vom anstrengenden Absteppen
erholen konnte.
Gegen 23:30 war dann die Fahrt auf dem Möhnesee zu Ende.
Unten in den Boot steppte der Salsabär und auf der oberen
Tanzfläche war DJ Andy-S inzwischen zu zeitgenössischer
Diskomusik übergegangen, die doch recht dankbar angenommen
wurde. Unten ging es mit klassischen Salsastücken weiter,
so dass jeder auf seine Kosten kam. Die extra eingerichtete
Busverbindung zur After Boot Party funktionierte völlig
reibungslos, so dass wir gegen Mitternacht noch im Habana
gelandet sind. Dort meldete sich bei mir der Hunger und
ich habe mir noch eine recht großzügige Ladung Pizzabrötchen
gegönnt. Die Knoblauchbutter dabei hätte meiner Gesellschaftsfähigkeit
an dem Abend den Todesstoß versetzt, so dass ich es bei
trocken Brot belassen musste. Gegen 2 Uhr morgens ging es
dann Richtung Heimat. Schade, dass es mit dem Auffordern
nicht so geklappt hat. Ich hätte da wohl ein paar Tänzchen
mehr verkraften können. Die Party selber bleibt auch im
3. Jahr dem eine Empfehlung und sollte weiterhin zahlreich
besucht werden.
Hoffentlich bis 2009
Gruss Ralf