Als erste größere Party hat sich in Münster hat dieses
Jahr das VIVA Sport- und Kulturzentrum zum gemeinsamen Salsaabend
geladen. Eine Lokalität, die mir bis dahin komplett unbekannt
war. Das VIVA gehörte wohl zum Umfeld der Münsteraner Universität,
so dass direkt gegenüber vom Eingang ein geöffnetes gebührenfreies
Parkhaus überraschte. Die Graffiti im Treppenhaus zeigten,
dass sich auch die so genannte Bildungselite beizeiten mal
austoben muss. Na ja auf jeden Fall gab es keine Parkplatzprobleme
und man brauchte nur die Strasse zu überqueren und war mitten
im Geschehen.
Leider ist es mir nun nicht möglich zu beschreiben was
nun zur normalen Einrichtung des VIVA gehört und was extra für
diesen Anlass aufgebaut wurde. Zuerst fielen die RAUCHEN
VERBOTEN Schilder auf, die unübersehbar im Partyraum angebracht
waren. Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit beizeiten
auch einmal den Zigarettenautomaten entfernen, der mutig
sein etwas trostloses Dasein fristen durfte.
Aber zur Party :
Stolze Besitzer eines Studentenausweises konnten an der
Kasse einen Euro sparen, für alle anderen wurden 5 Euro
fällig. Immerhin war eine kleine Aufführung im Eintritt
enthalten, so dass sich der Kurs relativierte.
Zu allererst ist mir die sehr angenehme Lautstärke aufgefallen.
Man konnte sich in der gesamten Lokalität angenehm unterhalten.
Wäre der Andrang erheblich größer gewesen hätte man kurzfristig
noch eine 2. Etage öffnen können. In der Mitte der Tanzfläche
waren 2 Leinwände aufgebaut auf denen den ganzen Abend über
Salsavideos liefen. Ähnliche Leinwände hingen auch am Tresen.
Die Getränkepreise können als fair bezeichnet werden. Die
Frage ob die PALMEN !!! auf dem WC nicht vielleicht etwas
zu weit ausgeholt waren darf zwar gestellt werden aber die
Idee als solche war irgendwie originell. Insgesamt machte
das Viva auf mich einen sehr gepflegten Eindruck. Auf dem
Boden waren Fliesen, die aber so sauber verlegt waren, dass
Salsa kein Problem sein sollte.
Neben den Schülern des Hochschulsportes konnte die Veranstalter
auch Gäste aus dem Umland mobilisieren, so dass doch mehr
als ein neues Gesicht auf der Party zu sehen war. Gegen
Mitternacht wurde dann das doch recht konservative Weltbild
der Bischofsstadt Münster in ihren Grundfesten erschüttert
als 2 Männer (einer in Stöckeln) eine gemeinsame Vorführung
auf die Bühne gebracht haben. Die beiden Herren waren eigens
aus den Niederlanden gebucht worden. Unnötig zu sagen, dass
sie sich nicht alleine auf den Weg nach Münster gemacht
haben. Der Anblick ist und bleibt in meinen Augen etwas
befremdlich aber in Sachen Körperbeherrschung gab es nichts
auszusetzen.
Musikalisch gaben Andy-S und Juan Pa ein kunterbuntes Programm.
Dave war zwar auf den Werbebroschüren nicht angekündigt,
hat sich aber überraschend auch ein kleines „Stelldichein“
gegeben. Kunststück – Er wohnt in Münster. Dadurch, dass
die Party als eine Art Abschlussball für den Hochschulsport
dargestellt wurde, wurden auch nicht zu schnelle Lieder
gespielt. Wie in der Werbung versprochen kamen fast ausschließlich
die üblichen Drei MEGENGUE BACHATA SALSA zum Einsatz und
das in angenehmen Geschwindigkeiten. An vereinzelte Cha
Chas kann ich mich auch erinnern aber das waren Randerscheinungen.
Fazit :
Eine Wiederholung wird es wohl in absehbarer Zeit nicht
geben. Schade irgendwie. Die Lokalität war auf jeden Fall
in Ordnung und Münster hat die ein oder andere Festlichkeit
außer der Reihe dringend nötig. Bleibt also zu hoffen, dass
sich die Veranstalter doch noch einmal zusammenraufen und
eine gemeinsame Sache auf die Beine stellen. Der Szene in
Münster würde es sicherlich gut tun.
In diesem Sinne
Gruss aus Münster Ralf