Ein frohes neues Jahr Salsafans

Es wurde nach all den Jahren allerhöchste Zeit den Jahreswechsel mal außerhalb der Münsteraner Landluft zu feiern und so führte uns das Jahr 2007 nach Wuppertal in das Cafe Ada. Wir wären gerne pünktlich erschienen um von der Nacht so viel wie möglich zu haben, aber die Nebelbänke auf der Autobahn ließen leider keine Geschwindigkeiten jenseits der 100 zu.

Im Gegensatz zu früheren Partys im ADA hatte man dieses mal das Erdgeschoss für Salsa reserviert wo normalerweise die Tango Argentino Gemeinschaft feiert. Dies führte bei näherem Hinsehen zu etwas skurrilen Bildern. An der Decke hängen üblicherweise Kronleuchter, die allerdings dieses Jahr mit klassischer Diskobeleuchtung verstärkt wurde. Der Parkettboden lief außer Konkurrenz und war mit Sicherheit die aller Erste Wahl für diesen Anlass. Für die Bezahlung hatte man dieses Jahr Wertmarken als Währung eingeführt. 3 Farben für 2€, 1€ und 50 Cent. In Sachen Zahlungsmittel hatte das ADA-Personal wohl einen Schnellkurs belegt, so dass die Getränkebestellungen recht reibungslos über die Bühne gegangen sind.

DJ Radi gab sich an der Anlage bereits zu Anfang die Ehre und begann den Abend mit einigen langsameren Stücken. Am sehr frühen Abend hat er dann das Büffet eröffnet um sich dann von DJ Inferno ablösen zu lassen. Während des Essens wurde gegen die übliche Etikette verstoßen, dass beim Essen die Musik ausgestellt wird. Hierfür VOLLE PUNKTZAHL…. Die Party wurde dadurch nicht unterbrochen und die Stimmung konnte sich entsprechend entwickeln. Ich musste ungewöhnlich lange anstehen, da ich kurz vor der Käseplatte von einer Bekannten vom Büffet heraus aufgefordert wurde. Na gut neben der Partnerin war dann auch das Lied „Nadie Come Ella“ (Marc Anthony) ein Grund nicht Nein zu sagen. Man hat schließlich seine Pflicht zu tun und ist nicht zum Spaß da ….;-)

Meinen 2. Anlauf zum Büffet konnte ich dann ohne erneute Intermezzos in Angriff nehmen und habe das getan was man beim Auffordern an der Tanzfläche auch immer macht :

* Mit den Augen abtasten und ersten Eindruck gewinnen.
* Im Kopf lecker von nicht so lecker trennen
* Am Ende doch alles genießen was geboten wird :-)

Reis, Kartoffel- und Nudelsalat und halt so die üblichen Beilagen dazu waren in rauen Mengen vorhanden und kurz vor Mitternacht stellte Radi die Frage ob das Essen nicht schmecken würde es wäre noch so viel da. Also diesen Vorwurf kann ich so nicht stehen lassen. Wir waren nun einmal in erster Linie wegen Salsa dort und das verträgt sich nicht mit einem zu vollen Bauch. Hier mussten wir also Prioritäten setzen und die hieß Tanzfläche. Wenn der Koch vom ADA das hier liest : „Du kannst die Nächte wieder durchschlafen. Es war alles in Ordnung“

Um Null Uhr wurde dann das neue Jahr begrüßt und ich konnte selbst an diesem Augenblick noch Paare auf der Tanzfläche bewundern. Nicht zu fassen. Draußen auf der Strasse hatten sich Leute aus allen Gebäuden versammelt und ließen es ordentlich krachen. Ich habe dann einfach mal allen bekannten Gesichtern ein frohes neues gewünscht. Auf den Sekt habe ich meinen Vorsätzen gemäß verzichtet was den Vorteil hatte das ich beide Hände zum an-mich-drücken frei hatte. Ich habe mich also nüchtern in das neue Jahr geknuddelt.

Musikalisch löste Mano dann als DJ ab und bot wieder schwerpunktmäßig das Mambo Programm, das ihn bekannt gemacht hat. Leider endete die Nacht für uns gegen halb 3 wie sie begonnen hatte und man sah die Hand vor Augen nicht vor Nebel.

Das ADA selber hat sich in gewohnter Qualität präsentiert. Leider wird uns der Parkettboten mittelfristig wohl wieder von den Tangos streitig gemacht, so dass man uns wohl wieder auf die erste Etage verlagern wird. Das Büffet bot ein anständiges und sättigendes Preis / Leistungsverhältnis und kann gerne wiederholt werden. Im ADA laufen regelmäßig Salsaparties und ich kann hier nur jedem raten die Augen offen zu halten. Einen Besuch ist die Lokalität auf jeden Fall wert.

Gruss Ralf