Cafe Ada

25 Dezember 2007

 

 

Guten Tag Salsafans

Dann will ich mal mit den Standard Redensarten beginnen, die angesichts der vergangenen Tage so üblich sind. Ich wünsche auf diesem Wege allen Salsafans und ihren Familien ein fröhliches, nicht zu kalorienreiches, katerloses .... Nun ist gut

Die Salsaparty im ADA Wuppertal hat sich in den vergangenen Jahren einen gewissen Kultstatus erkämpft, so dass wohl nicht nur ich mit großen Erwartungen gegen 22 Uhr die Lokalität erreicht habe. Der Gästeparkplatz war noch recht leer, so dass wir an dieser Stelle freie Auswahl hatten. Am Eingang angekommen bat man uns um 6 € Eintritt und übergab die Verzehrkarte. Von dem SIE an der Kasse kann man halten was man will. Ich halte es innerhalb einer Interessengemeinschaft wie es Salsa nun einmal ist für vollkommen überflüssig und ich habe mir dem Personal gegenüber einfach mal einseitig das DU gegönnt. Da die Frauen uns die ersten 1,5 Stunden sträflich im Stich gelassen haben haben wie Männer uns also ersteinmal an den Tresen gesetzt und die „Mein Auto“ „Mein Haus“ „Meine Ex“ Platte aufgelegt. Meine Damen : Euer Ehrgeiz euch für uns in Schale zu schmeißen ist sicherlich eine Erwähnung wert, aber hier sollte der Zweck die Mittel heiligen. Also das nächste Mal einfach pünktlich kommen und wir freuen uns dann auf euch. OK ???

Ich habe mich wieder für einige Minuten in das Erdgeschoss begeben und mir die Tango Argentino Fans bei ihrem Treiben angeschaut. Warum schaffen Die es nur nicht eine Mine zu verziehen wenn die auf der Tanzfläche stehen. Na gut, das mag in den Wurzeln dieses Tanzes verankert sein und wird vielleicht erst verstanden wenn man sich mit diesem Tanz mal näher beschäftigt. Oben auf der Salsatanzfläche füllte sich langsam der Saal. Leider blieben aber die Besucherzahlen weit unter denen der Vorjahre und auch wohl unter den Erwartungen der Veranstalter. DJ Mano hatte ein paar rote Nikolausmützen mit per Knopfdruck zu aktivierender Lichterleiste besorgt, die dem Personal hinter der Theke auf den Kopf gesetzt wurde. Lieber Mano. Da wir beide 80iger Jahre Veteranen sind fühlte wohl nicht nur ich mich beim Anblick der Lichtleiste an die Cylonen aus Galactica erinnert und das erweckte ein wenig Mitleid mit dem Personal. Na da den Getränkebestellungen tat die etwas seltsame Verkleidung keinen Abbruch. Eine Salsaparty bei der das Personal an Aliens erinnern. Ist schon komisch. Warum ich allerdings u.a. 2 große Kaffee getrunken haben und der 2. 1,2 € teurer war als der 1. bleibt wohl das Geheimnis der ADA Betreiber.

Die Besucherzahlen sorgten dafür, dass wir auf der Tanzfläche permanent ausreichend Platz hatten. Durch meine Sonntagsbesuche in der Expressotheka in Wuppertal waren mir sehr viele Gäste persönlich bekannt, so dass ich sofort „Mitten drin statt nur dabei war“ Einige der Frauen hatten es nicht nicht nehmen lassen sich noch weihnachtlich herzurichten womit wohl bei einigen die deutliche Verspätung zu erklären ist. Bommel hier. Rote mitunter recht figurbetonende Kleider dort. Na ja was halt so dazu gehört.

Musikalisch haben uns DJ Dave (Münster) und DJ Mano (Wuppertal) an den Reglern verwöhnt. Beide sind inzwischen festivalerfahren und hatten vor dem wuppertaler Publikum ein Heimspiel. Dass beide bei einer Party vor Ihrer Salsafamilie inzwischen den Autopiloten einschalten ist nicht verwerflich. Beide wissen welche Lieder hier ankommen. Dave hat auf die für ihn typischen sehr alten Stücke verzichtete und Mano hat die zu schnellen Lieder nicht zu zahlreich aufgelegt. Die erste Stunde ließ sich Dave sogar zu dem bei ihm nicht ganz so beliebten Salsa Romantica hinreißen. So kam es musikalisch bis in die frühen Morgenstunden zu einer permanenten Steigerung. Ab und dann ein Bachata würde vom Publikum auch dankbar angenommen. Unter dem Strich also ein alles in Ordnung.

Fazit :

Die besorgniserregenden Besucherzahlen (Da habe ich das ADA schon ganz anders erlebt) schiebe ich mal auf die Tatsache, dass dort innerhalb von 9 Tagen 3 Salsaparties stattfinden und somit einfach eine gewisse Sättigung erreicht war. Die letzte Party des Dreier Blockes wird Sylvester sein. Die Karten sind limitiert und heiß begehrt. Showeinlagen wurden nicht geboten aber was will man erwarten. Auf der Tanzfläche konnten wir uns alle stundenlang austoben und die persönliche Bekanntschaft zu den meisten Anwesenden machte den Kontakt einfach. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder und dann bitte vollzählig. Auf jeden Fall hat diese 2. Weihnachtstag eine riesen Vorfreude auf den Jahreswechsel geweckt. Dort ist noch ein Büffet angekündigt und man darf gespannt sein. Wenn ihr noch eine Karte haben wollt könnte Euch vielleicht noch Mano weiterhelfen, den ihr über das Internet erreichen könnt.

Gruß aus Münster und bis Sylvester.

Euer Ralf