Der größte Störenfried des Abends kündigte sich
bereits auf dem Hinweg an. Eine Gewitterfront , die vom Deutschen
Wetterdienst werbewirksam mit einer offiziellen Unwetterwarnung
angepriesen wurde begleitete uns bereits auf dem Hinweg, so
dass wir Mühe hatten trockenen Fußes vom Parkplatz zum Boot
zu kommen.
Dort angekommen erlösten uns die ersten Salsaklänge von der
arg anstrengenden Anreise, so dass der schwarze Himmel schnell
vergessen war. Wie in der Werbung versprochen hatte man an
einem Teil des Deckes die Tische entfernt, so dass wir außerhalb
eine kleine Tanzfläche hatten. Die war allerdings witterungsbedingt
nicht zu nutzen. Die Party lief also wie bereits im letzten
Jahr auf den beiden Fluren innerhalb des Bootes ab, nur dass
man sich dieses Jahr fast nicht nach draußen setzen konnte.
Die die es doch gewagt hatten (wie ich in meiner Zigarrenpause)
wurden allerdings Zeuge eines mitunter beeindruckenden Naturschauspiels.
Der Möhnesee ist von neben kleinen Ortschaften von sehr dichten
Wäldern umgeben. Wie da zwischen den Blitzen der Nebel an
den Bergen aufstieg war schon sehenswert und sicherlich nichts
was man jeden Tag geboten bekommt.
Ein wenig Lokalpatriotismus sei mir an dieser Stelle mal
eben gegönnt : Das Musikanlagen auf beiden Etagen war neben
2 -mir unbekannten- DJ s aus dem Ruhrgebiet von unseren beiden
Münsteranern Exportschlagern Juan Pa und Andy-S versorgt.
Unnötig zu erwähnen, dass sich das gesamte Team wenig Blöße
gegeben hat
Vielen fiel das Schild „Massage Louge“ auf, das an dem Raum
angebracht war in dem im letzten Jahr der Fernseher stand
auf dem die WM Spiele des Tages übertragen wurden. Das hat
wohl zu einigen Rückfragen geführt und der Veranstalter sah
sich bereits am frühen Abend genötigt eine kleine Erklärung
abzugeben. In der Tat war dort wohl eine Liege aufgebaut auf
der man sich vom kräftezehrenden Salsaeinsatz bei einer Massage
entspannen konnte. Ich habe wirklich keine Ahnung wie ausgiebig
das genutzt wurde aber dafür wäre ein Salsa – Innovationspreis
fällig. Das gehört in die Sparte „Auf die Idee muss man erst
einmal kommen.“
Der Anfängerschnupperkurs war so gut besucht, dass der Tanzlehrer
Kader – Glückwunsch zum Nachwuchs nochmal auf diesem Wege
– die Leute, die ein wenig Fortgeschritten waren bitten musste
an dem Kurs nicht teilzunehmen. Sonst wäre ein Platzproblem
wohl unvermeidbar gewesen. Einige Zeit später wurde noch ein
weiterer Kurs für die Fortgeschrittenen gegeben, bei dem sich
Juan Pa die Ehre gegeben hat. Es war wohl ein recht ungünstiger
Zufall, dass ausgerechnet in der Halben Stunde unten der Reaggyton
Mob tobte. Na ja Zeit für mich die 2. Zigarre des Abends niederzukämpfen.
Ich hatte es ja schon gesagt . Die Landschaft hatte durch
die Gewitter durchaus einen eigenen Reiz. Einige ganz Wagemutige
hatten sich an Deck gestellt und wiederholten dort das Programm
des Anfängerkurses .. „Immer ran, Nachwuchs “ Wir erwarten
und freuen uns auf euch :-))))) Es ist wirklich schade, dass
wir das Angebot unter freiem Himmel nicht genießen konnten
aber Petrus hatte kein Erbarmen.
Ein kleiner Verbesserungsvorschlag zu der Raumaufteilung
auf der unteren Tanzfläche : Die Theke für kleine Stärkungen
und Getränke war so nahe an der Tanzfläche, dass man sich
dort mitunter in die Quere kam. Hier wäre es doch klasse wenn
man nen halben Meter vor der Theke eine kleine Trennwand aufbauen
würde. Dann läuft man nicht Gefahr seine Frau in ein volles
Colaglas zu schubsen und der Ablauf an der Theke selber wäre
wahrscheinlich auch entspannter.
Gegen halb eins hieß es dann „Land in Sicht“ und nach dem
Anlegen hatte man dann einen Bus organisiert, der uns noch
zur After Boot Party in das in der Nähe liegende Havana bringen
sollte. Der Busfahrer war leicht genervt allerdings waren
wir auch sicherlich keine einfachen Gäste. Lob also dass es
trotzdem geklappt hat. Bei uns war es wohl eher die Neugierde
mal eine lokale Salsaparty in Augenschein zu nehmen als der
Wunsch noch großartig das Tanzbein zu schwingen. Wir hatten
nach 5 Stunden auf dem Möhnesee unsere Kräfte mehr als aufgebraucht
und sind noch eben auf eine Stunde dort geblieben.
Für das Salsaboot 2007 gilt als Fazit das Selbe wie bereits
im vergangenen Jahr : UNVERZICHTBARER PFLICHTTERMIN.
Ein herzliches "Salsa Ahoi" aus Münster
Ralf
Leserbrief
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