Es war schon ein imponierender Anblick
der sich dem Besucher beim Betreten des Rodizio bot. Die Instrumente
waren bereits aufgebaut und und das Bühnenbild sprach für sich
: Keyboard, Mikrophone, 2 !! Trompeten, die taktgebenden Trommeln
nicht zu vergessen, ein rieeesen Bass.... Neben der Bühne stand
ein kleines Pult an dem sich der jeweilige DJ austoben konnte.
Hier wurden mit Juan Pa und Andy-S (der sich trotz Bandscheibenvorfall
auf Krücken zu uns gesellt hat) die beiden Rodizio Haus- und Hof
Djs aufgefahren. Die Tanzfläche wurde so groß wie nur irgend möglich
gemacht. Um es auf den Punkt zu bringen : 8 Euro Eintritt an der
Abendkasse war ich bei abwechselnder Live / DJ Musik gerne bereit
zu zahlen.
Bereits am frühen Abend betraten die Musiker die Bühne und boten
ersteinmal ein mehr als perfektes Instumental-Inrto, welches uns
zeigen sollte wo die Reise hingeht. Leider waren zu dieser Zeit
die Besucherzahlen sehr enttäuschend, so daß der Applaus zwar
vorhanden, aber dem ersten Lied nun wirklich nicht angemessen
war. Schade irgendwie. Diese Party war die einzige mit Werbung
bedachte „Tanz in den Mai“ Salsaparty in Münster.
Nach der Instumentaleinlage betrat dann Frontfrau Olvido Ruiz
die Bühne und die Band begleitete sie durch die verschiedenen
Arten der in Europa bekannten Lateinamerikanischen Musik : Salsa,
Merengue Cha Cha. Ich gehe mal davon aus, dass alle Stücke gecovert
waren auch wenn ich sie nicht alle namentlich kannte. Als kleine
Highlights wurden u.a. Stücke u.a. von Gloria Estefan (Mi tierra),
den Sonora Caruselles und und und auf die Bühne gebracht. Also
mit Cubanischem Salsa hatte das nur wirklich nichts zu tun und
ich hoffe mal, dass auch die Musiker mit ihrer Leistung zufrieden
waren. Allen Grund hatten sie dazu. Sicherlich kritikwürdig war
die Lautstärke an diesem Abend aber das nur am Rande.
Im Laufe des Abend wurde es zusehends voller, so dass es auf
der Tanzfläche nicht ganz ohne die Störung der Nachbarn zuging.
Hier waren wohl nicht nur von mir einige Entschuldigungen fällig
wenn man mal wieder der Partnerin vom Nachbarn auf den Fuß getreten
hatte. Ja ja auf jeden Fall ging alles gewohnt friedlich zu.
Das Rodizio hatte den Biergarten außerhalb geöffnet und dort
den Grill angeworfen, so dass sich nicht nur das Salsavolk, sondern
auch die 80iger Jahre Fans, die sich auf der kleineren Tanzfläche
nebenan austobt haben stärken konnten. Auch hatte man sich dieses
Mal auf Getränkemarken festgelegt, so dass der Verkehr an der
Theke erheblich reibungsloser verlief als man es von vergangenen
Parties kannte. Das Personal konnte sich halt um die Getränke
kümmern und musste sich nicht mit Geldzählen aufhalten.
Endlich hatte mal wieder ein Veranstalter in Münster den Mut
gehabt sich an eine Liveband heranzutrauen. Die Besucherzahlen
dürften gezeigt haben, dass auch Münster Live Musik zu schätzen
weiß und wohl nicht nur ich spreche im nach hinein von einem sehr
gelungenen Abend. Ein Kleiner Tipp an die Leute, die sich lieber
mit einer Kiste Bier an den Kanal gesetzt haben. Wenn ihr mal
von einem Auftritt von Salsamania bei Euch in der Nähe hört und
ihr einen kleinen Hang zu Weltmusik habt solltet Ihr den Leuten
eine Chance geben. Die bekommen sicherlich auch andere Hallen
voll als das für Münsteraner Verhältnisse ausgelegte Rodizio.
Unter dem Strich ein Gerne wieder
Euer Ralf |