Rodizio Münster
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Mit sichtlich stolzgeschwellter Brust wurden vom Veranstalter die Workshoplehrer Aronnette und Rayonnel angekündigt, die eine recht weite Anreise aus der niederländischen Hauptstadt auf sich nehmen mußten. Ich wollte die Kurse gerne mitmachen, hatte mich aber bei dem Beginn um ne Stunde vertan, so daß das Geschehen bereits in vollem Gange war als ich das Rodizo erreichte. Die Frauen hatten sich für ihren Workshop die Haupttanzfläche gesichert während sich die zahlenmäßig unterlegenden Herren der Schöpfung nebenan mit dem Holzboden begnügen mußten. Am Ende durften dann noch die Frauen und die Männer gegeneinander antreten und mit ihren Fortschritten angeben. Ich denke, daß sich der Kurs sowohl für die Beteiligten als auch für die Veranstalter gelohnt haben dürfte. Immerhin hatte das Programm dafür gesorgt, daß bereits zu sehr früher Stunde die Fortgeschrittenen im Rodizio waren, so daß die Party direkt beginnen konnte. Im Anschluß daran gab Juan Pa einen in Sachen Teilnehmerzahl enttäuschenden Anfängerschnupperkurs. Wirklich schade. Ein paar Leute mehr hätten es schon sein können. Vielleicht wäre es von Organisatorenseite besser gewesen zuerst den Schnupperkurs und dann die Kurse zu veranstalten. Aber nun gut. Die Kursteilnehmer konnten dann in dem Nebenraum mit dem Holzboden die ersten Runden drehen. Eine Zeile Besserwisserei sei mir nun gegönnt : Warum wurde nicht das ca. 20 köpfige Schnupperkursteam in den Nebenraum verfrachtet damit die ZAHLENDEN !! Kursteilnehmer auf der echten Tanzfläche das Tanzbein schwingen konnten. Wir hätten das gewiß zu schätzen gewußt. Lobend erwähnt werden muß allerdings die Tatsache, daß die Salserocamels und die Salseramarlboros ihrem Laster in den eigens abgetrennten Räumen nachgekommen sind. Wirklich Gratulation an alle. Die Luft war zwar verbraucht aber nicht verqualmt Auf ein großartiges Schmücken des Partyraumes wurde dieses mal verzichtet. Wozu auch ??? Immerhin hatten wir keine besonderen Anlass. In den 7 Euro Eintritt war ein nichtalkoholisches Freigetränk enthalten. (Die Cola hat mich gegen Mitternacht vor totaler Unterzuckerung bewahrt :-) ) Ein nicht unerheblicher Teil des Eintritts ist wohl für die mitunter halsbrecherischen Darbietungen der beiden Tanzvorführungen verwendet worden. Das erste Paar bot uns eine Zouk Vorstellung. Zouk ist lt. Wikipedia als langsamer Lambada einzustufen und fristet hierzulande wohl nicht mehr als ein Schattendasein. In den Niederlanden ist er fester Bestandteil jeder Salsaparty. Sicherlich lohnenswert sich so eine Vorführung mal anzuschauen. Um es den ganzen Abend zu tanzen ist es meiner Meinung nach nicht das Richtige. Die unverzichtbare Salsaeinlage wurde dann von dem Paar gemacht, das auch schon die Kurse am Anfang gegeben hat. Die mitunter akrobatischen Einlagen bewiesen, daß sich die beiden auf ihren Auftritt wohl mehr als nur sporadisch vorbereitet hatten. An den Reglern wurde von Dave, Radi, Juan Pa und Andy-S ein recht buntes Programm geboten. Auch an diesem Abend hat sich das DJ Team wieder mit Erfolg gegen den gastierenden Reggeaytonwahn gestellt und den völlig außen vor gelassen. Erwähnen muß man den Mut von Radi sich mit Gilberto Santa Rosas "PERDONA ME" auch an extrem langsame Stücke herangetraut zu haben. Sehr schön. Also mein Geschmack war es. :-) Als kleiner Wehmutstropfen bleibt lediglich die Tatsache, daß ich durch Unachtsamkeit die Workshops am Anfang verpaßt habe. Schade auch hier wäre ich gerne dabei gewesen. Gruss aus Münster. Ralf |
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