 |
Nun ist es also vollbracht "Münster´s
erste große SALSA & Latin Party im neuen Jahr
2007", so die recht selbstbewusste Werbung der
Veranstalter, hat ihre Pforten wieder geschlossen
und es ist an der Zeit ein kleines Resüme zu ziehen.
Ich war wohl nicht der Einzige, bei dem das Kinnladenklappern
unüberhörbar wurde nachdem der Ort der Veranstaltung
bekannt gegeben wurde. Neben dem auch überregional
bekannten KCM als Anlaufstelle für Mitmenschen die
es mit Heterobeziehungen nicht so haben lag auch das
Tryptychon (Hard Rock / Heavy Metal) in der direkten
Nachbarschaft. An den Gebäuden hatten im Laufe der
Jahre mehr oder weniger begabte Grafitti Künstler
ihre neonfarbenen Selbstinszenierungen hinterlassen
so dass eher konservativen Zeitgenossen in Sachen
Toleranz einiges abverlangt wurde. |

 |
Aber zur Party :
Dadurch, dass die Lokalität mitten in einem Industriegebiet
liegt, welches seine wirtschaftlichen Glanzzeiten
lange hinter sich hat, war das
Parkplatzangebot mehr als ausreichend. Man konnte
seinen Wagen direkt vor dem Eingang abstellen. In
dem Foyer angekommen wurden uns 6 € Eintritt abgeluchst
und dann ging es die Treppe hoch in die Disko. In
den vergangenen Jahren hatte das Fusion mit Techo-
und Houseparties von sich Reden gemacht. Die Anlage
war also mit Salsa und Bachata zu keinem Zeitpunkt
überfordert. Zweifelsohne hätte sie auch die Regaeton
Herausforderung mit Bravour gemeistert aber hier hatte
das DJ-Team um den Veranstalter (EMK Promotions aus
Hannover) genug Taktgefühl um uns das zu ersparen.
|
 |
An dieser Stelle meinen Lob und mein Dankeschön an die
lokale House- und Technoszene die uns dank unerschütterlichem
Tatendrang eine wirklich ausgezeichnete Tanzfläche plattgeravet
haben. Es waren zwar Fliesen, aber die Betonfugen dazwischen
waren wirklich so abgenutzt, dass eine glatte Fläche entstanden
ist. Auch Frauen die mit Absätzen die Hüfte geschwungen
haben dürften keine Probleme gehabt haben.Schon am frühen
Abend füllte sich die Halle mit Gästen aus Hamburg, Bremen,
Hannover, Karlsruhe, Bonn,
Köln, Düsseldorf, Wuppertal und Essen .... (Um nur einige
zu nennen :-) )
Bei den angekündigten Workshops kam es zu organisatorischen
Problemen (1) bei denen man aber sagen muß, das die Veranstalter
in den bekannten Internetforen bemüht waren die Gäste vorher
zu informieren. Die Party hat mit dem Organisatorenteam
das erste mal stattgefunden und so sei die ein oder andere
Kinderkrankeit entschuldigt. Der angekündigte Soloauftritt
von Assal aus Madrid hat aber unter dem Applaus des anwesenden
Salsavolkes stattgefunden, so dass wir für die ausgefallenen
Lehrgänge entschädigt wurden.
Gegen 1 Uhr hatten wir ein Geburtstagskind
zu feiern. Ini, eine unserer Münsteraner Salseras,
wurde (darf ich nicht sagen) Jahre alt und ihr engster Freundeskreis
hat ihr einen Herren arrangiert, der für sie eine
Stripshow hingelegt hat. Ich habe mich dann mal mit
meiner Zigarre vor die Tür begeben und mein Päuschen
gemacht. Hier ist mir erst aufgefallen, dass man bei
entsprechenden Temperaturen auch eine Tanzfläche unter
freiem Himmel einrichten könnte. Die Voraussetzungen
hierfür wären ideal. Nachbarn kann man nicht stören
– Es gibt keine.
Fazit :
Hier nun mit Superlativen um mich zu schmeißen würde
der Sache sicherlich nicht gerecht werden. Von einer
rundherum gelungenen Salsaparty zu sprechen lasse
ich mir aber nicht nehmen. Leider war die Münsteraner
Szene sehr spärlich vertreten. Meine persönliche Vermutung
ist, daß die Ortskundigen um die Gegend doch einen
Bogen gemacht haben. Schade, nachdem man das Fusion
ersteinmal erreicht hatte war die recht unheimliche
Umgebung schnell vergessen und es bleibt zu wünschen,
das wir die Leute die der Club noch gefaßt hätte bei
einer Neuauflage mit Münsteranern füllen können.
|
 |
Gruss aus Münster Ralf
(1)
Zu den Workshops, die ja bekanntlich nicht stattgefunden
haben wurde ich gebeten diese Anmerkung mit zu veröffentlichen,
die mich von EMK Promotions aus Hannover erreicht
hat
· Assal's Verspätung war kein organisatorisches Problem,
sondern definitiv ein Problem von der Fluggsellschaft Air
Berlin.
· Ich habe bis 15.30 Uhr ständig mit dem Air Berline Flughafenschalter
telefoniert, um immerhin noch eine Umbuchung zu regeln.