Etwas unscheinbar kam er ja schon daher der Eingang
zum Theatercafé in Münster. Aber nachdem man
die etwas versteckte Treppe eben dem Haupteingang des Stadttheaters
hinaufgegangen war und sich an der Burgruine (Es ist immerhin
ein Theater) vorbeigeschlängelt hatte stand man bereits
vor seinem Ziel. Die unüberhörbaren Salsaklänge
und vor allem die Personendichte in der Lokation zeugten
bereits um 22:30 davon, dass diese Party mit der Wuppertaler
Subway to Salsa Station mit Sicherheit mithalten kann. Nachdem
ich die 5 Euro Eintritt gezahlt hatte, habe ich mir erst
einmal den Rundgang gegönnt um zu schauen welche bekannten
Gesichter sich bereits am frühen Abend die Ehre gegeben
haben ...
Riiiiiiesen Kompliment an dieser Stelle an die
doch recht große Wuppertal Truppe, die uns mit einem
kleinen Gegenbesuch überrascht haben. So und nicht
anders soll es sein. Begonnen haben die Festlichkeiten bereits
gegen 21 Uhr mit einigen Workshops an denen ich aber nicht
teilgenommen habe. Ich vermute allerdings, dass die Lehrgänge
recht gut besucht waren. Das wäre zumindest eine Erklärung
dafür , dass es bereits sehr früh sehr voll war
auf unserer Subway to Salsa Party.
Die Musik war ähnlich anspruchsvoll wie bereits
am Vortage in Wuppertal. Juan Pa hat mir am frühen
Morgen sein Leid geklagt es hätten sich einige Leute
beschwert, dass kein Raggeyton und kein cubanischer Salsa
gespielt worden wäre... Liebe Leserschaft. Münster
ist in Sachen Salsa nun einmal New York Pflaster und dieses
Raggeyton mag ja am anderen Ende der Welt der letzte Schrei
sein. Solange es dort bleibt soll es mir recht sein ...
Wer auf fetzigen aber nicht zu schnellen Salsa steht wurde
hier bis in die frühen Morgenstunden auf höchstem
Niveau unterhalten. Wer von Los Titanes das Lied Las Mujeres
und La sonora caruselles kennt ahnt vielleicht wo die doch
recht schweißtreibende Reise hinging. Vereinzelte
Bachatas wollte ich eigentlich für Pausen nutzen, was
allerdings von der Freundin des
Veranstalters DJ DAVE schlichtweg verhindert wurde. Der
Satz "Ich will tanzen" kam zwar nicht akzentfrei
aber mit südamerikanischem Charme und Augenaufschlag
daher. An Nein sagen war also nicht zu denken obwohl ich
mir wenigstens die Pause verdient hätte ...
Zwar wurde weder eine Vorführung noch eine
Rueda oder ähnliches geboten. Auch das Wuppertaler-Wunderkerzenmeer
als Geburtstagsgruss an den Veranstalter haben wir uns verkniffen
aber dass hier 6 Stunden lang das volle Programm geboten
wurde werden wohl wenige Besucher abstreiten können.
2 absolute Premieren
gab es dieses Mal bei meinem persönlichen Partyverlauf
:
-
Also auf einer Bank zu sitzen
auf der ich die Wahl hatte mir eine Theaterkulisse in
Form einer Burgruine oder aber die ca. 25 m breite Glaswand
des Theaterkaffees hinter der der Salsamopp tobte anzuschauen
war nun wirklich Neurum. Da ließ sich die Zigarre
mit der obligatorischen Hopfen und Malz Kaltschale wirklich
prima genießen
-
Dass ich dermaßen kaputt von einer Party komme,
dass ich es ALS MÜNSTERANER !!! nicht schaffe ohne
Pause mit dem Fahrrad nach hause zu kommen hatten wir
auch noch nicht ..
FAZIT :
Es ist doch wirklich verwunderlich was so alles
erreicht werden kann wenn alle ein wenig Hand in Hand arbeiten.
Bei DER MUSIK dürfte das Theatercafe in Sachen Getränkeverkauf
auf seine Kosten gekommen sein. An den Reglern haben sich
die bekannten Salsa DJs aus Münster und der angereiste
DJ Truels in regelmäßigen Abständen die
Klinke in die Hand gegeben. So wurde für ausreichend
Abwechslung gesorgt. Die vereinzelte Kritik, dass die Cuban-Tänzer
ein wenig stiefmütterlich behandelt wurden mag gerechtfertigt
sein. Bei der New York und LA Überzahl aber das einzig
Richtige was die DJs machen konnten. Ich persönlich
war um 3 Uhr morgens am Ende und habe die zu der Zeit noch
erstaunlich gut besuchte Party verlassen ...
Im Nachhinein kommt schon ein wenig Wehmut
auf, dass ich bei meiner Hannoveraner Schlafgelegenheit
nicht hartnäckiger geblieben bin .. Dort habe ich
was verpaßt - Das steht nach Subway to Salsa in
Wuppertal und Münster fest ...
Da ja bekanntlich ein
Bild mehr als 1000 Worte sagt :
Hier meine schwarze
Jeans, die ich an diesem Abend frisch angezogen hatte.
Die sah nachdem sie
wieder trocken war so aus. Was für eine Nacht :-)
|
.
|