02.10.06 Subway to Salsa

Theatercafé Münster



 

 

 

Etwas unscheinbar kam er ja schon daher der Eingang zum Theatercafé in Münster. Aber nachdem man die etwas versteckte Treppe eben dem Haupteingang des Stadttheaters hinaufgegangen war und sich an der Burgruine (Es ist immerhin ein Theater) vorbeigeschlängelt hatte stand man bereits vor seinem Ziel. Die unüberhörbaren Salsaklänge und vor allem die Personendichte in der Lokation zeugten bereits um 22:30 davon, dass diese Party mit der Wuppertaler Subway to Salsa Station mit Sicherheit mithalten kann. Nachdem ich die 5 Euro Eintritt gezahlt hatte, habe ich mir erst einmal den Rundgang gegönnt um zu schauen welche bekannten Gesichter sich bereits am frühen Abend die Ehre gegeben haben ...
Riiiiiiesen Kompliment an dieser Stelle an die doch recht große Wuppertal Truppe, die uns mit einem kleinen Gegenbesuch überrascht haben. So und nicht anders soll es sein. Begonnen haben die Festlichkeiten bereits gegen 21 Uhr mit einigen Workshops an denen ich aber nicht teilgenommen habe. Ich vermute allerdings, dass die Lehrgänge recht gut besucht waren. Das wäre zumindest eine Erklärung dafür , dass es bereits sehr früh sehr voll war auf unserer Subway to Salsa Party.
Die Musik war ähnlich anspruchsvoll wie bereits am Vortage in Wuppertal. Juan Pa hat mir am frühen Morgen sein Leid geklagt es hätten sich einige Leute beschwert, dass kein Raggeyton und kein cubanischer Salsa gespielt worden wäre... Liebe Leserschaft. Münster ist in Sachen Salsa nun einmal New York Pflaster und dieses Raggeyton mag ja am anderen Ende der Welt der letzte Schrei sein. Solange es dort bleibt soll es mir recht sein ... Wer auf fetzigen aber nicht zu schnellen Salsa steht wurde hier bis in die frühen Morgenstunden auf höchstem Niveau unterhalten. Wer von Los Titanes das Lied Las Mujeres und La sonora caruselles kennt ahnt vielleicht wo die doch recht schweißtreibende Reise hinging. Vereinzelte Bachatas wollte ich eigentlich für Pausen nutzen, was allerdings von der Freundin des
Veranstalters DJ DAVE schlichtweg verhindert wurde. Der Satz "Ich will tanzen" kam zwar nicht akzentfrei aber mit südamerikanischem Charme und Augenaufschlag daher. An Nein sagen war also nicht zu denken obwohl ich mir wenigstens die Pause verdient hätte ...
Zwar wurde weder eine Vorführung noch eine Rueda oder ähnliches geboten. Auch das Wuppertaler-Wunderkerzenmeer als Geburtstagsgruss an den Veranstalter haben wir uns verkniffen aber dass hier 6 Stunden lang das volle Programm geboten wurde werden wohl wenige Besucher abstreiten können.
 
2 absolute Premieren gab es dieses Mal bei meinem persönlichen Partyverlauf :
  • Also auf einer Bank zu sitzen auf der ich die Wahl hatte mir eine Theaterkulisse in Form einer Burgruine oder aber die ca. 25 m breite Glaswand des Theaterkaffees hinter der der Salsamopp tobte anzuschauen war nun wirklich Neurum. Da ließ sich die Zigarre mit der obligatorischen Hopfen und Malz Kaltschale wirklich prima genießen

  • Dass ich dermaßen kaputt von einer Party komme, dass ich es ALS MÜNSTERANER !!! nicht schaffe ohne Pause mit dem Fahrrad nach hause zu kommen hatten wir auch noch nicht ..

 

FAZIT :
Es ist doch wirklich verwunderlich was so alles erreicht werden kann wenn alle ein wenig Hand in Hand arbeiten. Bei DER MUSIK dürfte das Theatercafe in Sachen Getränkeverkauf auf seine Kosten gekommen sein. An den Reglern haben sich die bekannten Salsa DJs aus Münster und der angereiste DJ Truels in regelmäßigen Abständen die Klinke in die Hand gegeben. So wurde für ausreichend Abwechslung gesorgt. Die vereinzelte Kritik, dass die Cuban-Tänzer ein wenig stiefmütterlich behandelt wurden mag gerechtfertigt sein. Bei der New York und LA Überzahl aber das einzig Richtige was die DJs machen konnten. Ich persönlich war um 3 Uhr morgens am Ende und habe die zu der Zeit noch erstaunlich gut besuchte Party verlassen ...
Im Nachhinein kommt schon ein wenig Wehmut auf, dass ich bei meiner Hannoveraner Schlafgelegenheit nicht hartnäckiger geblieben bin .. Dort habe ich was verpaßt - Das steht nach Subway to Salsa in Wuppertal und Münster fest ...

Da ja bekanntlich ein Bild mehr als 1000 Worte sagt :
Hier meine schwarze Jeans, die ich an diesem Abend frisch angezogen hatte.
Die sah nachdem sie wieder trocken war so aus. Was für eine Nacht :-)

 

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