Nachdem die Hinfahrt in nicht sonderlich vielversprechendem
Dauerregen stattgefunden hat ließen wir Münsteraner
es uns nicht nehmen das letzte Salsaboot in diesem Jahr mit
3 kompletten PKW Besatzungen zu stürmen. Somit waren
in Sachen "Bekannte Gesichter" schon vor dem Auslaufen
keine Wünsche mehr offen. Andere Gäste aus Göttingen,
Kassel, Leverkusen, Wuppertal und und und und rundeten die
Sache ab und man konnte wie üblich bereits weit vor dem
InSeeStechen die ersten durchgeschwitzten Hemden an den Gästen
sichten. Petrus zeigte Erbarmen, so dass der Regen pünktlich
zum Auslaufen aufhörte und der doch recht heftige Wind
für sichtbaren Wellengang auf dem Rhein gesorgt hat.
Aber sei es drum : Die Temperaturen ließen problemlos
Aufenthalte an Deck zu, so dass die Tanzfläche auf dem
Schiff dieses Mal erheblich ausgiebiger genutzt werden konnte
als beim letzten Düsseldorfer Salsaboot am 3. Juni.
In dem Schiff selber war es wie auch schon in den letzten
Jahren üblich 2 geteilt. In der einen Hälfte befand
sich ein Gastronomiebereich wo nachHerzenslust geschlemmt
werden konnte und in der anderen Hälfte wurde die Tanzfläche
geboten. Im Großen und Ganzen wurde vom Veranstalter
Radi und seinem Team zu den vorherigen Salsabooten nicht viel
geändert. Warum auch ? Die Party funktioniert und es
gilt immer noch das Motto : "Never change a running system"
. Einzig der wohl nicht zu entfernende Teppich auf Teilen
der Tanzfläche machte doch die ein oder andere Figur
ein wenig komplizierter als nötig.
Zu den DJ´s kann ich dieses Mal wirklich gar nichts
sagen da ich schlichtweg nicht darauf geachtet habe. Von Veranstalterseite
wurden Willi aus Brüssel, Radi und Pepe angekündigt.
Für meinen persönlichen Geschmack kamen die Salsa
Romantica Stücke ein wenig zu kurz aber nun gut. Da hat
jeder eine andere Meinung und ich will es darauf mal beruhen
lassen.
Am späten Abend haben dann Sabine und ihr Partner Itamar
eine ca. 10 minütige Tanzvorführung gegeben. Zwischendurch
haben die beiden immer mal die Rollen getauscht und Mann und
Frau tanzten als Frau und Mann. Als recht originelle Idee
fiel mir auf, dass immer „Der Mann“ den Hut aufhatte man die
beiden aber irgendwie nie beim Wechseln des Hutes gesehen
hat. Spricht sicherlich dafür wie gut die beiden aufeinander
eingespielt sind.
Bei dem Tanzturnier gegen 23:30 fand sich spontan ein Paar
ein, welches teilnehmen wollte. Lediglich die Mahnung von
Radi den beiden tanzlos den ersten Preis zu übergeben
lockte noch weitere Paare hinzu, so dass frei nach dem olympischen
Motto "Mögen die Spiele beginnen" die Paare
ihr bestes geben konnten. Nach einigen Runden waren durch
Zuschauerabstimmung noch 3 Paare übrig. Das Siegertreppchen
erkletterten 2 Leute, die mit Social Dance und stetigem Gute
Laune Grinsen schlichtweg die Schau abgezogen haben. Ein kleiner
Abschnitt in Sachen Lokalpatriotismus : Unsere Münsteranerin
Bahar gelang es mit einem ihr völlig unbekannten Partner
eine mehr als wohlverdiente Bronzemedallie zu gewinnen und
sie konnte auch auf der Rückfahrt im Hotel Seat ihr Glück
noch nicht wirklich fassen. Immerhin hat sie neben bewundernden
Blicken des Publikums noch einen Salsa-Boot-Gutschein und
eine Salsa CD mit nach Hause nehmen können. Viel hätte
nicht gefehlt und wir hätten mit Max (sal-sa.de) und
Eddi (overvoming.de) noch ein reines Herrenpaar bei dem Turnier
gehabt aber das ist nach einigen sehr wenigen Takten in den
Anfängen stecken geblieben ....
Nach all der Zeit in dem Schiff habe ich mich dann mal wieder
"an Deck" begeben um die letzte Stunde mit meinem
obigatorischen Bier und Zigarre an der frischen Luft zu verbringen.
Man kann wirklich nur von sagenhaftem Glück reden, dass
das Wetter dermaßen gut mitgespielt hat. Der Himmel
war auch nach Sonnenuntergang sehr stark bewölkt und
wir haben den Abend ohne nass zu werden über die Bühne
gebracht. Gegessen wurde dieses Mal auf dem Schiff und nicht
beim "Gelben M". Auch das habe ich nicht bereut
und viele Besucher werden sich schon auf das nächste
Jahr freuen wenn es auch in Düsseldorf wieder heißt
"Salsa Ahoi"
Gruss aus Münster
Ralf