Gegen 22 Uhr erschienen wir also zu dritt in Dortmund um
dort noch die letzten Minuten des Schnupperkurses mitzubekommen.
Ganz im Zeichen des ankündigten Live Aktes wurde auf
Salsa komplett verzichtet und die angereisten Gäste konnten
sich ganz des Bachata widmen. So wurde dann auch nach dem
Kurs auf Salsa verzichtet und man konnte das frisch erlernte
zum Besten geben. Selbst ich habe dann mal aus dem Abend das
beste gemacht und mich mal ausgiebig am Bachata versucht.

Pablo selber, der es wohl seinem Wohnsitz in Miami zu verdanken
hat, dass er sehr gut Englisch spricht, gesellte sich den
ganzen Abend unter das Volk und nutze die Zeit zu ausgiebigen
Gesprächen auch mit den Leuten die es mit Spanisch nicht
so haben. DJ Dave spielte ein buntes Programm durch die lateinamerikanische
Musikwelt. Leider waren zu wenig Salsabegeisterte anwesend,
so dass diese Musik leider etwas stiefmütterlich behandelt
wurde. Ein paar Salsalieder mehr hätte ich mir schon
gewünscht.
Gegen ein Uhr morgens erschien dann unter lautem Applaus
Pablo auf der Bühne nachden er fast jeden der Fans mit
Handschlag begrüßt hatte. :-) Also von Starallüren
keine Spur. Die Musik wurde Playback gespielt und nur Gesang
war LIVE. Das Suite 23 war erstaunlich gut gefüllt und
die Stimmung erreichte dank der tadellosen Gesangsdarbietung
schnell den Höhepunkt. Es waren wohl 2 Durchgänge
mit je 5 Liedern geplant wobei ich allerdings sagen muss,
dass ich auf die 2. Halbzeit verzichtet habe. Sorry auch bei
mir ging um 6 der Wecker und so ein paar Stündchen Schlaf
wollte ich mir dann doch noch gönnen. Was in den Köpfen
der Veranstalter vorgegangen ist, das Konzert dermaßen
spät beginnen zu lassen bleibt deren Geheimnis. Wir hatten
es immerhin mitten in der Woche und nicht wenige hatten den
Freitag nicht frei. Dafür hatten wir aber eine Nacht
im Suite 23 die Laune auf das Wochenende gemacht hat. Der
Laden ist einfach urgemütlich eingerichtet und man hat
auch ausreichend Sitzplätze für ein Pläuschchen.

Fazit :
Die 5 € Eintritt ließen keinen Zweifel daran, dass
es sich hier um eine reine Promotion Tour handelt bei dem
sich ein in Deutschland gänzlich unbekannter Ausnahmesänger
einem nicht enttäuschten Publikum präsentieren konnte.
Es bleibt zu wünschen, dass er es es mal mit eigener
Band und ohne Playbackinstrumenten schafft die Bachatabühnen
zu erobern die schon viel zu lange von Bands belagert werden
bei denen der Erfolg sicherlich unverdienter dahergekommen
ist ....