01. Oktober 2005 Salsakongress Wuppertal



 

 

 




Dieses Jahr habe ich also nur die Party am Samstag Abend mitgenommen und bin mit meiner Partnerin gegen 20:00 in Münster aufgebrochen. Leider wurde der Hinweg etwas verzögert, da wir in der Wuppertaler Einkaufszone noch einen Rettungswagen rufen mussten, da da ein Mann wie soll ich sagen “blutend auf der Straße” herumlag. Sachen gibt es.

An der Abendkasse luchste man uns dann besorgniserregende 24 Euro ab. Hätte ich die Karten vor dem 1. August besorgt wären 6 Euro Rabatt angefallen. Das wird mit nächstes Jahr mit Sicherheit nicht nochmal passieren und ich werde mich rechtzeitig anmelden. Als kleinen Ausgleich habe ich allerdings vom Veranstalter persönlich einen Cuba Libre spendiert bekommen.

Durch den Rettungswageneinsatz waren wir erst gegen 22 Uhr im Haus der Jugend, wo sich bereits die ersten Tanzbegeisterten eingefunden hatten. 2 Tänzflächen sollten uns bei Laune halten. Direkt hinter dem Eingang im Foyer wurde eine etwas provisorischer Saal eingerichtet, der allerdings ausgiebig genutzt wurde, zumal das die Bühne war wo auch Bachata und Merenguefans auf ihre Kosten kamen. Ich verstehe wirklich nicht warum das nicht auch bei anderen Veranstaltern Schule macht. Wenn man schon 2 Tanzflächen hat kann man doch sehr schön mit den verschiedenen Musikstilen spielen und die Musik, die nicht soooo viele Anhänger hat auf der kleineren Fläche spielen.

Gegen Mitternacht begannen dann die Tanzvorführungen. Ich weiß, es ist den anderen gegenüber unfair, aber auch auf diesem Kongress hat Johnny Vazques mal wieder alle anderen zu Statisten degradiert. Zuerst gab er eine Vorführung zusammen mit seinem 3 köpfigen Team. Dann kam eine weit über 70ig jährige Frau auf die Bühne, die mit einem etwa gleichaltrigen Partner auf gut deutsch gesagt die Bude auseinander genommen hat.


Sie hat den Applaus sichtlich gerührt entgegen genommen. Dann kam Johnny mit Mikrophon auf die Bühne und die Gäste die bereits im letzten Jahr anwesend waren ahnten wohl schon was nun kommen würde .... Kein geringeres Stück als “Y hubo alguien” von dem 1997iger Marc Anthony Album “Contra la corriente” wurde mit Livegesang auf die Bühne gebracht. Um eines gleich vorweg zu nehmen : Mit seiner Singerei brauchte er sich hinter dem Original auf keinen Fall zu verstecken und nachdem er sich in dem Intrumentalteil im letzen Drittel des Liedes noch einmal unsere entschuldigt den Ausdruck´ Tanzoma´ auf die Bühne geholt hat war das Publikum nicht mehr zu halten.

Man muss sich das wirklich mal vorstellen. Da steht ein knapp 30 jähriger mit einer fast 80ijährigen auf der Tanzfläche und singt dann solche Sachen :

 

Se te olvido decirme adios – Du hast vergessen dich zu verabschieden
se te olvido decirme adios – Du hast vergessen dich zu verabschieden
y hubo alguien – Und es gab jemanden
alguien que lleno mis dias – jemanden der meine Tage erfüllte
y lleno mis noches – und meine Nächte erfüllte
con una nueva ilusion – mit einer neuen Illusion

Der Beifall für die beiden war ohrenbetäubend. Danach haben sich dann nochmals alle an den Vorführungen Beteiligten auf die Bühne gestellt und sich noch ein wenig feiern lassen. Das hatten sie sich nach den Darbietungen mehr als verdient, so dass wir uns in Sachen Applaus nochmals mächtig ins Zeug gelegt haben.

Danach konnten wir Sterblichen wieder unser Können zum Besten geben. Zur späten Stunde wurden dann auch Lieder, die mit Salsa erst einmal nichts zu tun hatten gespielt. Erfreulicherweise hatte man sich aber mit Raggeaton zurück gehalten. Als DJ haben sich Henry Knowles und Dave abgewechselt. Besonders Dave muss man bescheinigen, dass er sich langsam aber sicher aus dem Geheimtippdasein verabschiedet und sich zu den Großen der Szene zählen kann. Die beiden anderen DJ waren mir unbekannt und seien an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Was ich ein wenig vermisst habe waren die Leinwände auf der Tanzfläche im großen Saal die letztes Jahr vorhanden waren.

FAZIT :

Neben den Livedarbietungen kann man auch unter den Besuchern von einer ausgezeichneten Stimmung reden. Die Leinwände auf denen das Treiben auf der Tanzfläche übertragen wurde haben auch auf diesem Kongress für eine sehr gute Atmosphäre gesorgt. Die Ventilatoren in dem zur Nichtraucherzone erklärten Tanzsaal haben den Raum permanent mit frischer Luft versorgt. Die 24 Euro Eintritt haben meine persönliche Schmerzgrenze erreicht und ich werde für das nächste Jahr mit Sicherheit im Voraus buchen. Die Fotos kommen dieses Mal aus dem Privatarchiv von Christian Domingo (www.vivasalsa.de) und sind mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt worden.

Mit Sicherheit bis zum nächsten Jahr ...

Gruss aus Münster Ralf