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Dieses Jahr habe ich also nur
die Party am Samstag Abend mitgenommen und bin mit meiner
Partnerin gegen 20:00 in Münster aufgebrochen.
Leider wurde der Hinweg etwas verzögert, da wir
in der Wuppertaler Einkaufszone noch einen Rettungswagen
rufen mussten, da da ein Mann wie soll ich sagen “blutend
auf der Straße” herumlag. Sachen gibt es.
An der Abendkasse luchste man uns dann besorgniserregende
24 Euro ab. Hätte ich die Karten vor dem 1. August
besorgt wären 6 Euro Rabatt angefallen. Das wird
mit nächstes Jahr mit Sicherheit nicht nochmal
passieren und ich werde mich rechtzeitig anmelden. Als
kleinen Ausgleich habe ich allerdings vom Veranstalter
persönlich einen Cuba Libre spendiert bekommen.
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| Durch den Rettungswageneinsatz waren wir
erst gegen 22 Uhr im Haus der Jugend, wo sich bereits
die ersten Tanzbegeisterten eingefunden hatten. 2 Tänzflächen
sollten uns bei Laune halten. Direkt hinter dem Eingang
im Foyer wurde eine etwas provisorischer Saal eingerichtet,
der allerdings ausgiebig genutzt wurde, zumal das die
Bühne war wo auch Bachata und Merenguefans auf
ihre Kosten kamen. Ich verstehe wirklich nicht warum
das nicht auch bei anderen Veranstaltern Schule macht.
Wenn man schon 2 Tanzflächen hat kann man doch
sehr schön mit den verschiedenen Musikstilen spielen
und die Musik, die nicht soooo viele Anhänger hat
auf der kleineren Fläche spielen.
Gegen Mitternacht begannen dann die Tanzvorführungen.
Ich weiß, es ist den anderen gegenüber unfair,
aber auch auf diesem Kongress hat Johnny Vazques mal
wieder alle anderen zu Statisten degradiert. Zuerst
gab er eine Vorführung zusammen mit seinem 3 köpfigen
Team. Dann kam eine weit über 70ig jährige
Frau auf die Bühne, die mit einem etwa gleichaltrigen
Partner auf gut deutsch gesagt die Bude auseinander
genommen hat. |

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Sie hat den Applaus sichtlich gerührt entgegen genommen.
Dann kam Johnny mit Mikrophon auf die Bühne und die Gäste
die bereits im letzten Jahr anwesend waren ahnten wohl schon
was nun kommen würde .... Kein geringeres Stück
als “Y hubo alguien” von dem 1997iger Marc Anthony Album “Contra
la corriente” wurde mit Livegesang auf die Bühne gebracht.
Um eines gleich vorweg zu nehmen : Mit seiner Singerei brauchte
er sich hinter dem Original auf keinen Fall zu verstecken
und nachdem er sich in dem Intrumentalteil im letzen Drittel
des Liedes noch einmal unsere entschuldigt den Ausdruck´
Tanzoma´ auf die Bühne geholt hat war das Publikum
nicht mehr zu halten.
Man muss sich das wirklich mal vorstellen. Da steht ein knapp
30 jähriger mit einer fast 80ijährigen auf der Tanzfläche
und singt dann solche Sachen :
Se te olvido decirme adios – Du hast vergessen
dich zu verabschieden
se te olvido decirme adios – Du hast vergessen dich zu verabschieden
y hubo alguien – Und es gab jemanden
alguien que lleno mis dias – jemanden der meine Tage erfüllte
y lleno mis noches – und meine Nächte erfüllte
con una nueva ilusion – mit einer neuen Illusion

Der Beifall für die beiden war ohrenbetäubend.
Danach haben sich dann nochmals alle an den Vorführungen
Beteiligten auf die Bühne gestellt und sich noch ein
wenig feiern lassen. Das hatten sie sich nach den Darbietungen
mehr als verdient, so dass wir uns in Sachen Applaus nochmals
mächtig ins Zeug gelegt haben.
Danach konnten wir Sterblichen wieder unser Können zum
Besten geben. Zur späten Stunde wurden dann auch Lieder,
die mit Salsa erst einmal nichts zu tun hatten gespielt. Erfreulicherweise
hatte man sich aber mit Raggeaton zurück gehalten. Als
DJ haben sich Henry Knowles und Dave abgewechselt. Besonders
Dave muss man bescheinigen, dass er sich langsam aber sicher
aus dem Geheimtippdasein verabschiedet und sich zu den Großen
der Szene zählen kann. Die beiden anderen DJ waren mir
unbekannt und seien an dieser Stelle nur am Rande erwähnt.
Was ich ein wenig vermisst habe waren die Leinwände auf
der Tanzfläche im großen Saal die letztes Jahr
vorhanden waren.

FAZIT :
Neben den Livedarbietungen kann man auch unter den Besuchern
von einer ausgezeichneten Stimmung reden. Die Leinwände
auf denen das Treiben auf der Tanzfläche übertragen
wurde haben auch auf diesem Kongress für eine sehr gute
Atmosphäre gesorgt. Die Ventilatoren in dem zur Nichtraucherzone
erklärten Tanzsaal haben den Raum permanent mit frischer
Luft versorgt. Die 24 Euro Eintritt haben meine persönliche
Schmerzgrenze erreicht und ich werde für das nächste
Jahr mit Sicherheit im Voraus buchen. Die Fotos kommen dieses
Mal aus dem Privatarchiv von Christian Domingo (www.vivasalsa.de)
und sind mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt
worden.
Mit Sicherheit bis zum nächsten Jahr ...
Gruss aus Münster Ralf