Für unser jährliches Salsaboot hatten meine Partnerin
und ich uns dieses Jahr für das nicht zu weit entfernte
Düsseldorf entschieden. Frisch gestärkt und mit
bester Laune trafen wir gegen 19 Uhr am Anlegesteg an und
fanden dort direkt die ersten bekannten Gesichter der overcoming.de
Truppe. Nach einem "Shake-Hands" und den üblichen
Umarmungen ging es dann auf das Schiff. Die ersten Paare
konnten es gar nicht erwarten und ließen zu Salsaklängen
bereits vor dem Auslaufen das Tanzbein schwingen. Temperaturen
jenseits der 20 Grad und ein laues Lüftchen sollten
den Rahmen bilden für eine 5 stündige kräftezehrende
Reise über den Rhein.
Nach dem Ablegen ging es dann Richtung Süden. Den
Städten ist wohl bewusst, dass Fahrten auf dem Rhein
im Ruhrgebiet zu den Touristenattraktionen gehören
und so erstrahlten die Ufer dann auch in bestem Licht. Ruinen
aus längst vergangenen Epochen wurden in verschiedenen
Farben erleuchtet. In den Kaffees und Kneipen herrschte
lebhaftes Treiben. Aber auch durch Wälder und Wiesen
schlängelte sich unser Rhein. Gegen 22:30 erreichten
wie Leverkusen, wo sich ein Naturschauspiel anbahnte. In
dem Sonnenuntergang hatte sich eine riesige schwarze Wolke
gebildet aus der es über dem Bayerwerk an zu blitzen
begann. Um die Wolke herum gab die Sonne die letzen Strahlen
den Tages her. Und Euer Ralf saß mit großen
Augen auf dem Bug und genoss seine Habzeit Zigarre :-)
Aber zurück zu der Party.... Die Madels hatten sich
mal wieder so in Schale geschmissen dass ich mir wirklich
nicht die ganze Nacht den Rhein anschauen konnte..... (g)
Das Boot hatte 2 Tanzflächen. Eine an der frischen
Luft auf dem Hinteren Teil des Schiffes eine in einem kleinen
Saal vorne in dem Schiff. Gut, dass die Wetterverhältnisse
es ermöglichten beide Flächen zu nutzen, sonst
wäre in dem Boot wohl das Chaos ausgebrochen. Neben
einem DJ, der wohl aus der lokalen Szene von Düsseldorf
kommt hat sich auch wieder unser Münsteraner Exportschlager
Dave für ein paar Stunden die Ehre gegeben. Die beiden
haben sich schon einen bunten Mix geboten. Einen gewaltigen
Vorteil hat dieses unselige Reaggeton auf den Salsaparties
: Ich finde Bachata seitdem gar nicht mehr soooo schlimm.
Dadurch, dass ich mir einer festen Partnerin gesegnet bin
darf es dann auch etwas enger werden. Fairerweise muss allerdings
gesagt werden, dass Reaggeton nur die letzte halbe Stunde
gespielt wurde. Dafür dann aber auch die komplette
Dröhnung :-/
Gegen 23:00 begann ein kleiner offizieller Teil mit 2 doch
recht professionellen Tanzvorführungen. Die Paare wurden
unter heftigem Applaus von der Bühne gelassen, wonach
es dann direkt weiter im Programm ging. Ein kleines Tanzturnier
war geplant und trotz hochkarätiger Preise (Fullpässe
für die kommenden Festivals) sollten nur etwa 5 Paare
den Mut aufbringen sich der Bewertung des Publikums zu stellen.
Nun ja hatte den Vorteil, dass jedes Paar einen Preis bekam.
Fazit : Jeder der sich mit Salsa beschäftigt sollte
sich ein oder zwei Salsaboote im Jahr auf jeden Fall als
festen Termin einplanen. Diese Stimmung auf den Booten ist
zwar immer stark witterungsabhängig, aber wenn Petrus
Erbarmen hat sollte einem erlebnisreichen Abend nichts im
Wege stehen. Ein kleiner Nachteil war der Teppichboden auf
der Tanzfläche, aber da hatte man sich doch recht schnell
dran gewöhnt hatte. 2 DJs sorgten für recht abwechslungsreiche
Musik ... Auf jeden Fall bis zum nächsten Jahr ...
Gruss Ralf