Salsfestival Hamburg

15. bis 17.07 2005

 

 

 

 

 

 

Zum nunmehr 3. Mal hatte Hamburg zu einem Salsakongress geladen und die zeitgleich stattfindende Geburtstagsparty von Harley Davidson hatte dafür gesorgt, dass Motorräder an jeder Ecke zum unübersehbaren Stadtbild gehörten. Leider sorgte die Zweiradzunft dafür, dass es in Hamburg in Sachen Hotel und Campingplatz recht rar wurde. Meine Partnerin und ich hatten uns also ein Hotel im Umfeld von Hamburg besorgt.

Freitag gegen 22:30 erreichten wir das Kongresszentrum in Hamburg, das von den Räumlichkeiten keine Wünsche offen ließ. Extra ausgelegte Tanzfläche, die durch Gänge in kleine Rechtecke geteilt wurde. So musste niemand das Tanzvolk stören, da Stege durch den Saal führten. Am Freitag Abend wurden dann auch direkt die ersten Shows zum Besten gegeben und nicht ohne Stolz konnte ich feststellen, dass sich die Salsabegeisterten aus Münster mehr oder weniger komplett eingefunden hatten. Bevor ich es vergesse : Das hoteleigene Parkhaus ermöglicht zwar das Parken direkt am Geschehen, wurde aber mit 1,8 Euro die Stunde zu einem Kostenfaktor zu dem die Besucher nächstes Jahr Alternativen suchen sollten.... Wir kamen über das Wochenende verteilt auf über 50 Euro (PARKGEBÜHREN !!!) und das ist einfach nicht in Ordnung.

 

Am Freitag ließen wir die Nacht nicht allzu lang werden und machten uns bereits um ca. 2 Uhr morgens auf den Weg ins Hotel. Das lag allerdings nicht an der Party selber - Wir wollten halt am nächsten Tag die Workshops mitmachen und konnte "eine Mütze Schlaf" nun wirklich nicht schaden. Außerdem ging es mit riesen Vorfreude auf den Hauptakt des Abends zu. Spanish Harlem Orchester sind angekündigt worden.

 

 

Tja zu den Workshops muss ich zugeben, dass es nun wirklich unmöglich war alles angebotene mitzunehmen. Zu vielseitig sollte das Angebot werden das uns über das Wochenende geboten wurde. Nun war ich gerade noch auf der Homepage der Veranstalter und dort liegt nur noch eine Danksagung auf. So kann ich hier leider nicht anfangen mit den Namen der Lehrer zu protzen :-) Sehr sehr großes Lob allerdings dafür, daß man die Figuren aus den Workshops am Ende filmen durfte. Da gehen einige Wald- und Wiesentanzschulen erheblich bornierter zur Sache. Wirklich toll. So kann man sich zu hause vor dem heimischen PC mit der Partnerin alles noch einmal durchgehen.

 

Nun zum Samstag Abend .. Im Empfang hatten einige Händler ihre Tische aufgebaut und man konnte dort Kleidung und massenweise DVDs kaufen. Passenderweise waren die DVDs von den Leuten, die auch die Workshops gegeben hatten. Einige Händler hatten DVD Spieler aufgebaut, so dass man in die Silberlinge auch einmal rein schauen konnte. Die ersten Stunden wurden wieder Tanzshows geboten. Meine persönlicher Meinung nach hätte man die Shows mehr über die Nacht verteilen und die Pausen etwas länger machen sollen, damit auch das Publikum seine "Runden drehen" konnte. Bei den Shows liefen die ganz großen Namen der Szene zu Höchstform auf. Applaus gab es, als ein kleines Mädchen auf die Bühne kam und für ein Lied eine Soloshow dargeboten hat. Zu vereinzelten "Otra Otra" rufen kam es nachdem eine 74 (In Worten VIERUNDSIEBZIG !!!!) jährige Frau ihr Können zum besten gegeben hatte. Tja und dann sollte einer der Höhepunkte des Festivals die Bühne betreten : Spanish Harlem Orchester.

 

Der Name dürfte wohl den meisten etwas sagen... Sie boten eine grundsolide Show und das Publikum teile sich in 2 Lager. Die einen standen direkt vor der Bühne und bestaunten das Treiben der Band. Die anderen nutzten die Gunst der Stunde um mal wieder zu Livemusik zu tanzen. Der Saal war wirklich groß genug für alle. Im Hinteren Teil der Tanzfläche hatten sich dann die Tanzlehrer aus den Workshops eine eigene Ecke gegönnt. Das war wohl nicht vom Veranstalter geplant sondern eher als spontane Aktion zu werten. Dass da allerdings permanent ca 100 Schaulustige drumherum standen war vielleicht doch etwas zu viel des Guten. Überhaupt wurden die Gänge auf der Tanzfläche von viel zu vielen Leuten als Gaffertribüne missbraucht. Das alles ist natürlich auf keinen Fall die Schuld der Veranstalter aber vielleicht bringt ja mal der ein oder andere von uns dem Mut auf die Leute darauf anzusprechen, dass sie schlichtweg im Weg herumstehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit : Man merkt doch, dass die Veranstalter sich die Kritiken der Vergangenen Jahre zu Herzen genommen haben und permanent daran arbeiten das Festival des Vorjahres noch zu überbieten. Man darf also gespannt sein auf Wuppertal wo sich wohl der selbe Organisator die Ehre gibt. Abgesehen von dem Parkhaus (da komme ich echt nicht drüber weg) werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder gerne dabei sein. In diesem kleinen Bericht bin ich auf jeden Fall nur auf die Punkte eingegangen, die mir wichtig erschienen. Sonst wäre es zu lang geworden. Nun wünsche ich viel Spass mit den Fotos

Gruss aus Münster Ralf